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165
Katalog Nr. 165
99.
Schätzpreis  35.000 - 50.000 €

Vermutlich Augsburg, Höhe 380 mm

, circa 1580

Astronomische Monstranzuhr mit 24-Stunden-Zifferblatt, Mondphase, Aspektenanzeige, Astrolabium und Stundenselbstschlag


Geh.: Messing und Kupfer, feuervergoldet, graviert und punziert. Ziffbl.: feuervergoldetes/versilbertes Messing. Werk: rundes Messing-Vollplatinenwerk, feuervergoldet, aufwändigst graviert, Schlüsselaufzug, Spindelhemmung, Darmseite/Schnecke sowie Federhaus für Gehwerk, Federhaus für Schlagwerk, Kontrollzifferblatt für Stundenschlagwerk, Regulierskala "1-8" für Schweinsborstenregulierung, Waag.

Der aus Kupfer getriebene, feuervergoldete Rundsockel steht auf drei Tatzenfüßen und ist dreistufig kuppelförmig gewölbt. Er ist graviert mit Beschlagwerk und drei Medaillons mit Profilportraits, am oberen Ende ist der Sockel durchbrochen gearbeitet. Ein vollplastisch gearbeiteter Atlant im Zentrum trägt das große trommelförmige Gehäuse mit Zifferblatt und Werk.
Ein aufgesetzter Ziffernring mit 24-Stunden-Einteilung (2 x "I-XII") befindet sich an äußerster Stelle auf der Vorderseite. Es folgt das Astrolabium aus vergoldetem Messing. Das Zentrum bildet eine aufgesetzte Scheibe mit gravierter Aspektenanzeige und Öffnung für die Mondphase.
Das Gehäuse wird bekrönt von einer Glocke untergebracht in einem kleineren, durchbrochen gearbeiteten, trommelförmigen Gehäuse in der Art einer zeitgenössischen Dosenuhr. Auf der Rückseite befindet sich das Werk, verdeckt durch eine abnehmbare, aufwändig floral gravierte Scheibe mit konzentrischen Kreisen, Kalenderbezeichnungen und Daten, beginnend mit "Anno a Christi" 1580 und fortführend mit "Numerus aureus" (die Goldene Zahl zur Kennzeichnung der Position eines Kalenderjahres der christlichen Ära innerhalb des 19-jährigen Mondzirkels. Dieser Position, von der das Osterdatum abhängt, sind die "Goldenen Zahlen" fortlaufend zugeordnet). Es folgen 7 weitere Kalenderangaben.

Die Geschichte der Monstranzuhr
Monstranz-Uhren wurden meist von hochgestellten Geistlichen in Auftrag gegeben und waren daher immer Unikate mit entsprechend hohem Wert. Selten wurden sie auch als Meisterstücke hergestellt. Zunächst musste ein Riss, d.h. eine technische Konstruktionszeichnung angefertigt werden. Weitere Forderungen der Zunft waren Stunde- und Viertelstundenschlagwerk, sowie Weckeinrichtung, Gehwerk mit Spindelhemmung und vielfältige Anzeige von Indikationen.
Meisterschüler besaßen meist kein Geld und mussten sich für ein Meisterstück oftmals hoch verschulden, zumal zur Herstellung eines Unikates auch die Anfertigung der entsprechenden speziellen Werkzeuge hinzukam. In dieser Situation waren finanzkräftige Auftraggeber hoch willkommen, denn eine solche Uhr kostet den Gegenwert von etwa vier Jahresgehälter eines hochgestellten Beamten der damaligen Zeit.
#48301
Geh.: gut, Restaurierungen, Ergänzungen, leicht abgenutzt
Ziff.: sehr gut, später dafür gefertigt
Werk: sehr gut, Restaurierungen, fehlende Teile, gangfähig, Reinigung empfohlen

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