112. Auktion

10.5.2025

Lot 190

Omega
Constellation Electroquartz f 8192 Hz

Nahezu neuwertige, schwere Vintage Armbanduhr mit sehr frühem, seltenem elektromechanischen Präzisions-Stimmgabelquarzwerk und integriertem 18 kt Goldarmband

Verkauft

schätzpreis
3.00010.000 €
Realisierter Preis
17.500 €
Merkmale
Gehäuse
18 kt Gold, aufgeschraubter Boden, Krone mit Tigeraugencabochon, facettiertes Rauchquarzglas, 18 kt "Omega" Goldarmband, Ref. 391.003, Gesamtlänge 210 mm.
Zifferblatt
Vergoldet.
Werk
,
Ref.8345 012
Cal.1302/CEH Beta-21
Maße30 x 42 mm
Circa1970
LandSchweiz
Gewicht192 g


Diese Constellation Electroquartz f 8192 Hz befindet sich quasi im Auslieferungszustand. Alle Kanten sind "crispy", das Band ist straff und hat keinerlei Stretch. Das vergoldete Zifferblatt ist makellos und hat einen aufregenden Schimmer. Ihre Bedeutung in der Uhrenindustrie, ihr besonderer Look und ihr atemberaubender Zustand machen sie zu einem begehrten Klassiker unter Sammlern außergewöhnlicher Vintage-Uhren.


Omega gilt als eine der innovativsten Uhrenmarken und spezialisiert auf die Umsetzung neuer Technologien und Entwicklungen. Die ersten elektromechanischen Uhren Omegas mit Kaliber Beta-21 (Cal. 1300) kamen 1970 auf den Markt und wurden in die überaus erfolgreiche Constellation-Modellreihe aufgenommen. Die Form des Gehäuses war für die damalige Zeit angemessen futuristisch und stand symbolisch für modernste Technologie. Heute ist die "Constellation Electroquartz f 8192 Hz" bei Sammlern wegen ihrer Seltenheit und ihrer historischen Entwicklung sehr gefragt.
Das elektromechanische Kaliber Beta-21 wurde in den späten 1960er Jahren entwickelt und war eines der ersten kommerziell erfolgreichen Quarzwerke. Es wurde von einem Konsortium von Schweizer Uhrenherstellern entwickelt, die sich 1962 als Centre Electronique Horloger (CEH) zusammenschlossen, um die aufkommende Quarztechnologie für Armbanduhren zu erforschen. Darunter waren bekannte Marken wie Omega, Patek Philippe, Piaget und Rolex. Im Jahr 1969 brachte das CEH das bahnbrechende Uhrwerk Beta-21 auf den Markt, das eine noch nie dagewesene Ganggenauigkeit von nur fünf Sekunden Abweichung pro Monat bot. Die Mitglieder der CEH erklärten sich bereit, 6.000 Werke des Modells Beta-21 für die Gruppe zu produzieren.
Das Kaliber Beta-21 nutzt einen Quarzkristall als Oszillator, der mit einer Frequenz von 8.192 Hertz schwingt. Diese Schwingungen werden dann in präzise Zeiteinheiten umgewandelt. Dank des Quarzkristalls ist das Beta-21 Werk extrem genau im Vergleich zu mechanischen Uhrwerken, was zu einer Zeitmessung mit minimaler Abweichung führt. Das Uhrwerk verwendet ein elektronisches Steuerungssystem, das die Schwingungen des Quarzkristalls in Impulse umwandelte, um die Zahnräder der Uhr anzutreiben. Im Gegensatz zu späteren Quarzwerken nutzt das Beta-21 Kaliber einen Schrittmotor, um die Zeiger zu bewegen, was eine gleichmäßige Bewegung ermöglicht. Das Kaliber Beta-21 ist relativ groß, was bedeutet, dass die Uhren, die es beherbergen, oft dicker und größer sind als traditionelle mechanische Uhren. Aufgrund seiner Größe und Komplexität wurde das Kaliber Beta-21 nur für eine begrenzte Zeit und in einer begrenzten Anzahl von Modellen eingesetzt, bevor es durch kleinere und effizientere Quarzwerke ersetzt wurde. Das Kaliber Beta-21 ist heute ein bedeutendes Stück Uhrenhistorie, da es den Übergang von mechanischen zu elektronischen Uhren markiert und den Beginn des Quarzzeitalters in der Uhrenindustrie einläutete.