113. Auktion

8.11.2025

Lot 100

Longines
Hour Angle Watch - Lindbergh

Frühe "Stundenwinkel"-Flieger-Navigationsuhr. Das Uhrwerk wurde am 30. Mai 1941 an die Firma Longines-Wittnauer Watch Co., damaliger Longines Konzessionär in den USA verkauft. Alle übrigen Teile der Uhr wurden vor Ort unter Lizenz von Longines hergestellt

Verkauft

schätzpreis
3.0005.000 €
Realisierter Preis
4.400 €
Merkmale
Gehäuse
10 kt goldplattiert, Druckboden, Drehlunette mit Zeitwinkelfunktion, zusätzliches 12 kt Goldarmband (26 g).
Zifferblatt
Versilbert, Zentralsekunde, innere drehbare versilberte Scheibe.
Werk
Manuell.
Geh.-Nr.9143052
Cal.10.68N (10L)
Maße33 mm
Circa1940
LandSchweiz


Bereits in den frühen Jahren der Luftfahrt, zwischen 1920 und 1930, benutzten die meisten Piloten Zeitmesser von Longines. Der wichtigste Grund hierfür war der technische Vorsprung, den das Unternehmen zu dieser Zeit besaß. Die bekannteste Uhr von Longines war die Stundenwinkeluhr für Piloten, bei deren Entwicklung Charles A. Lindbergh das Unternehmen beriet. Nach seinem erfolgreichen Flug über den Atlantik begann Lindbergh mit dem Entwurf einer Armbanduhr, die den Anforderungen von Piloten auf Langstreckenflügen gerecht wurde. Da sich die Erde in einer Rotation um 360 Grad dreht, ist ein 12-Stunden-Zifferblatt ein wichtiges Werkzeug, um diese Entfernung zeitlich aufzuteilen. Mithilfe der drehbaren inneren Lunette konnte der Pilot seinen Standort über die Zeiger genau bestimmen. Lindbergh, der eine Ausbildung zum Mechaniker absolviert hatte, schickte diese Zeichnungen Ende 1930 an John Heinmüller. Dieser war nicht nur Präsident der Internationalen Luftfahrt-Föderation, sondern auch Direktor von Longines-Wittnauer in den USA. Bereits nach fünf Monaten war ein erster Prototyp fertig und noch im selben Jahr ging die Uhr in Produktion.