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Katalog Nr. 422* (89. Auktion)
Haas Neveux & Cie., Genève, Werk Nr. 20506, Geh. Nr. 20506, 46 mm, 63 g, circa 1935

Hochfeine, flache, astronomische Frackuhr mit ewigem Kalender, Mondphase und Minutenrepetition
Geh.: Platin, monogrammiert, glatt, Druckboden, Schieber für Repetitionsauslösung. Ziffbl.: versilbert, arab. Zahlen, kleine Sekunde, kobaltblau emaillierte Mondphasenscheibe mit eingelegten goldenen Sternen und Mond, Tag-, Datums- und Monatsanzeige unter Berücksichtigung des Schaltjahres, gebläute Breguet-Zeiger. Werk: Brückenwerk, rhodiniert, "fausses côtes" Dekoration, 2 Hämmer, 2 Tonfedern, Genfer Qualitätspunze, Goldschrauben-Komp.-Unruh.

Haas & Cie.
Im Jahr 1848 gründen die Brüder Leopold (1827-1915) und Benjamin (1828-1925) Haas, beide Ritter der Ehrenlegion, die ANCIENNE MANUFACTURE DES MONTRES HAAS & CIE. Von Genf aus erreicht das Haus Haas seine Reputation mit außerordentlichen Uhren, die selbst heute noch als modern gelten können. Schon damals zeichnete sich die Uhrenmanufaktur Haas durch ihre einzigartigen, exklusiven Stücke aus. Rare Kostbarkeiten wie Doppel - Chronografen entstehen ebenso wie wunderschön gearbeitete Taschen- und Armbanduhren. Das herausragende Prinzip der Uhrenmanufaktur war die Verbindung von Einfachheit, Technik und Eleganz. Benjamin Haas erfand einen Aufzug, bei dem die Feder durch das Öffnen des Deckels der Savonette aufgezogen wurde. Patents 1873, Seite 48, erläutert und illustriert das britische Patent Nr. 3945, das am 2. Dezember 1873 an Benjamin Haas vergeben wurde. Andere Uhrmacher nutzten das Patent gegen Gebühren. Im Jahre 1884 änderte Haas seinen Namen in Haas Neveux & Cie, um kundzutun, dass neue Familienmitglieder ihren Platz in der Gesellschaft eingenommen hatten. Gleichzeitig wird das Original Logo von B.H. & Co. (für Benjamin Haas & Co) geändert in den kleinen rennenden Hasen, der in einem Oval unterhalb der Buchstaben HNC die Dynamik des Hauses verkörpert. Ein Rekord gelang der Manufaktur im Jahr 1896 mit einem ultradünnen Laufwerk (2mm) für eine Damenuhr. 1902 gewinnt HAAS den ersten Preis für Präzision im Wettbewerb des renommierten "Observatoire de Genève".
Schätzpreis  27.000 - 30.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

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