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Katalog Nr. 496 (89. Auktion)
Henri Jullien á Paris / A. Bonebakker & Zoon, Amsterdam, Werk Nr. 2524, Höhe 515 mm, circa 1900

Bedeutende Neo-Renaissance Figurenpendule
Geh.: schwarzer Marmor und massives Silber. Architektonisch gegliederter Sockel in stilisierter kannelierter Säulenform mit eingelassener Uhrtrommel. Darauf Statue einer auf einem Felsen stehenden Göttin, sie trägt eine Tunika, mit den gesenkten Händen hält sie eine Amphore, auf dem Kopf trägt sie einen Lorbeerkranz; rückseitig signiert "A. Bonebakker & Zoon" seitlich punziert. Ziffbl.: schwarzer Ziffernring mit aufgelegten radialen röm. Zahlen, dreifach gegliederte silberne Lunette mit Zierfries, vergoldetes, guillochiertes Zentrum mit Sternendekor, Spade-Zeiger; auf der Rückseite silberne, hochfein gravierte Werksabdeckung mit Scharnier. Werk: rundes Messing-Vollplatinenwerk, nummeriert, signiert, vergoldet, 2 Federhäuser, Schlüsselaufzug, 1 Hammer / 1 Glocke, massive Werkspfeiler, Schlossscheibe.

Henri Jullien
Eigentlich Henrik Jullien, geboren 1812, handelte mit Uhren und hatte ein Geschäft in Amsterdam.
Er war verheiratet war mit Adèle Perret-Gentil aus Fleurier, Schweiz. Die einzige Tochter Sophie Louise Jullien heiratete später den aus Fulda stammenden Phillip Willem Osieck. Sophie Louise Jullien verstarb im Alter von nur 24 Jahren am 26. Januar 1867. Philip Willem Osieck übernahm später den Betrieb Henri Julliens. 1872 heiratete Osieck erneut. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor. Der Sohn Henri Osieck (1876-1969) führte die Firma ab 1913 weiter.
Die Firma Henri Jullien war noch bis 1985 aktiv und verkaufte neben Uhren der Firma UNION auch eigene Uhren mit französischen und deutschen Werken.

A. Bonebakker & Zoon, Amsterdam
1792 erlangte Adrianus Bonebakker in Amsterdam die Meisterwürde im Silberschmiedehandwerk. Im Jahre 1801 ging er mit Diederik Louis Bennewitz und den Gebrüdern Peirolet eine Partnerschaft ein. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich das Unternehmen unter dem Namen Gebrüder Peirolet, Bennewitz & Bonebakker zu einem der größten und wichtigsten Geschäfte in Bezug auf Stil und Mode, wobei Bennewitz, als kreativer Silberschmied, die führende Figur war. Aufgrund der großen Anzahl von Aufträgen wurde die Firma gezwungen, einige ihrer Arbeiten an andere Silberschmiede auszulagern. Von 1816 bis 1818 arbeitete eine Kommission der Stadt Amsterdam an einem Hochzeitsgeschenk für Prinz William (später König Wilhelm II.) und Anna Pawlowna: ein 419-teiliges Tafelservice, von dem ein erheblicher Teil heute im Rijksmuseum in Amsterdam aufbewahrt wird. Im Jahre 1840 bekam Bonebakker von König Wilhelm II. den Auftrag, die Königskrone anzufertigen. Nachdem sich die Partner aus beruflichen Gründen im Jahr 1821 getrennt hatten, arbeitete Bonebakker weiter unter dem Namen Ashes Bonebakker & Son.
Quelle: http://nl.wikipedia.org/wiki/Adrianus_Bonebakker, Stand 06.03.2014.
Schätzpreis  7.000 - 10.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

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