Textsuche:
Nr.:
Marke:
179
Katalog Nr. 179
Schätzpreis  200.000 - 250.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Fabergé / Werkmeister Victor Mayer, Pforzheim / Paul Gerber, Zürich

, Ref. F-1829, Cal. 12, Höhe 245 mm, circa 1999 - 2001

Exquisites brillant- und saphirbesetztes Goldemail "Mondphasen-Uhr-Ei" mit springender, digitaler Stundenanzeige, dreidimensionaler Mondphase und Musikspielwerk, "Clair de Lune" von Claude Debussy spielend - gefertigt in einer limitierten Auflage von nur 12 Stück, erstmals vorgestellt auf der Weltmesse für Uhren und Schmuck, Basel 2001 - mit Originalschatulle und Zubehör


Geh.: 18Kt Gold und Weißgold, Brillanten, Saphire, Onyx, Rosenquarz, Bergkristall und Email. Eiförmig, quadratische schwarze Onyxbasis mit Uhrwerk, eingefasst in einen goldenen Rahmen. Im Zentrum jeder Seite ein ovales, guillochiertes und transluzid hellblau emailliertes Medaillon mit zentralem Brillanten, auf der Frontseite scharniert zum Verdecken des Aufzugvierkants, auf der rechten Seite mit Drücker zum Auslösen des Musikspielwerks. Geschwungener Rosenquarzsockel mit Musikspielwerk, verziert mit brillantbesetzten Goldbändern; der untere Teil des Goldeis guillochiert, transluzid hellblau emailliert und mit einem stundenzeigenden, vertikalen Zeiger besetzt und dekoriert mit einer Doppelreihe horizontaler Brillantbänder; der obere Teil mit einer geschliffenen Bergkristallkuppel besetzt. Ziffbl.: mit Bergkristall belegte, quadratische Öffnung für die springende Stundenanzeige mit arab. Zahlen gefertigt in Champlevé Email. Oberhalb des Stundenrings in der Bergkristallkuppel eine Goldscheibe mit arab. Minutenring und gefassten Saphiren als Fünfminutenindikation. Darüber horizontal befestigter opak dunkelblau emaillierter "Sternenhimmel" mit eingelegten Goldsternen und goldenen Sternzeichensymbolen mit zentralem, goldenen Zeiger. Im Zentrum eine mit schwarzem Onyx und weißen Brillanten besetzte Himmelskugel für die Anzeige von Tag und Nacht. Werk: Brückenpenduletwerk, 8-Tage Gangreserve, Schlüsselaufzug, rhodiniert, "fausses côtes" Dekoration, Doppelfederhaus, 15 Jewels, Schrauben-Komp.-Unruh, Rückerfeder-Feinregulierung. Musikspielwerk: Brückenwerk, vergoldet, Stiftenwalze mit Stahlvibrationsblättern.

"Das Mondphasen-Uhr-Ei ist seit der russischen Oktoberrevolution das aufwendigste für Fabergé geschaffene Ei-Objekt. Mehr als 18 Monate arbeiteten die Kunsthandwerker von Victor Mayer, dem weltweit einzigen autorisierten Werkmeister der Fabergé Co., New York, an der Kreation dieses auf 12 Exemplare limitierten Meisterstücks. Das Resultat setzt neue Maßstäbe in der Uhrmacher- und der Goldschmiedekunst. Das Mondphasen-Uhr-Ei erfüllt nicht nur die vom legendären Peter Carl Fabergé geprägten höchsten ästhetischen Ansprüche, sondern setzt dessen Tradition der "Objets de Fantasie" in neuer technischer, wie stilistischer Akzentuierung fort.
Das 24,5 cm große Meisterwerk ist das erste im Art-déco-Stil erschaffene Ei-Objekt von Fabergé. Schon der berühmte Hofjuwelier der beiden letzen Zaren hatte Juwelen in dieser reduzierten Formensprache entworfen, doch entstand bislang noch keines der exklusiven Ostereier in diesem moderne Kunststil".
Quelle: Pressemitteilung Juwelenmanufaktur Victor Mayer, Pforzheim, 2001.

Peter Carl Fabergé (1846 - 1920)
Fabergé war ein russischer Goldschmied und Juwelier, der durch seine überaus kunstvollen und opulenten Schmuckstücke, insbesondere die sogenannten Fabergé-Eier, Berühmtheit erlangte.
Der Durchbruch gelang den Fabergés, nachdem sie auf der Allrussischen Ausstellung 1882 in Moskau einige kostbare Arbeiten an den Kaiser Alexander III. verkaufen konnten. Für das erste der Fabergé-Eier verlieh er Peter Carl Fabergé eine Goldmedaille. Diese Ehrung verdankte das Atelier u. a. Eric Kollin, einem finnischen Goldschmied, der die Idee hatte, das traditionelle russische Osterbrauchtum mit Goldschmiedekunst zu verbinden.
In der Folge entstand zu jedem Osterfest ein Fabergé-Ei, das der Zarin Dagmar von Dänemark zum Geschenk gemacht wurde. Fabergé gewann dafür renommierte Juweliermeister wie Michail Jewlampjewitsch Perchin und Henrik Wigström. Nach 1895 ließ Alexanders Sohn und Nachfolger Nikolaus II. je zwei Eier anfertigen, die er der Zarin Alexandra und seiner Mutter schenkte.
Mit den Kronjuwelen, den offiziellen Krönungsgeschenken an Nikolaus II. und vielen von der Zarenfamilie in Auftrag gegebenen Arbeiten, zumeist originalgetreuen Kopien – nicht einmal der Zar selbst konnte seine Tabakdose von einer Replik zum Gebrauch in der Sommerresidenz unterscheiden –, entstanden bis 1916 die meisten Werke Fabergés, der nun den Titel des Kaiserlichen Hofjuweliers trug.
1897 verlieh das schwedische Königshaus Peter Carl Fabergé den Titel des Königlichen Hofgoldschmieds. Sein Werk war im Jahr 1900 der Beitrag Russlands bei der Weltausstellung in Paris.
Die Russische Revolution beendete Fabergés Handwerk. In den Wirren der Oktoberrevolution verkaufte er seine Geschäftsanteile an seine Angestellten und floh nach Finnland und später nach Wiesbaden. Er starb in Lausanne in der Schweiz und wurde mit seiner Frau Augusta auf dem Cimetière du Grand Jas in Cannes bestattet. Seine Söhne Eugène und Alexander gründeten das Juwelierunternehmen nach seinem Tode neu.

Fabergé im 20. und 21. Jahrhundert
Die Tradition Fabergés wurde von 1989-2009 durch die Pforzheimer Juwelenmanufaktur Victor Mayer, als einzigem von Fabergé autorisiertem Werkmeister, nach längerer Unterbrechung wieder aufgegriffen und weitergeführt. Während dieser zwei Dekaden entstanden Werkstücke unter Verwendung der gleichen, heute äußerst seltenen Handwerkstechniken.
Die Wiedereinführung von Fabergé in Russland wurde zu Ostern 2001 am 12. April bei einer Galaveranstaltung in der Rüstkammer des Kremls gefeiert. Zu den Exponaten in der Rüstkammer des Kremls gehört auch das bislang aufwändigste von Werkmeister Victor Mayer für Fabergé geschaffene Ei-Objekt: das „Mondphasen-Ei“. Für die Fertigstellung benötigten die Kunsthandwerker mehr als 18 Monate. Die Mondphasen zeigt das Kunstwerk in einer Kuppel aus geschliffenem Bergkristall, die Stunden werden in einem kleinen Sichtfenster aus Bergkristall angezeigt.
Quelle: http://de.wikipedia.org/‌wiki/Peter_Carl_Faberg%C​3%A9, Stand 17.03.2014.
#38556
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig


×
Einem Bekannten senden ...

An folgende Adresse senden: (*)

Meine Nachricht:
Meine E-Mailadresse (*)


×
Gebot abgeben

Mindestgebot: 200000 €

Ihr Höchstgebot (100 € - Schritte)

Bitte nur 100er Schritte

 Benachrichtigen Sie mich, wenn ich überboten werde.

Sie geben hiermit ein verbindliches Gebot für diese Position ab!