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434
Katalog Nr. 434*
Schätzpreis  50.000 - 70.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Jan Hendrik Kuhn, Amsterdam / vermutlich Werkstatt Pierre Jaquet-Droz, La Chaux-de-Fonds

, Werk Nr. 4140, Höhe 1140 mm, circa 1770

Prunkvolle, bedeutende Neuenburger Louis XVI Pendule mit Datumsanzeige, Halbstunden-/Stundenselbstschlag und phantastisch aufspielendem Flötenmusikspielwerk, stündlich auslösend sowie auf Anforderung, mit 6 Melodien sowie Figurenautomat für den holländischen Markt


Geh.: Holz, grünes Vernis Martin mit weißem Blütendekor und vergoldeten Bronzeappliken: Voluten, Blüten, Lorbeerranken und Akanthus, seitliche Schallöffnungen mit durchbrochen gearbeitetem Messingziergitter hinterlegt mit grüner Seide, gewalmter, profilierter Giebel mit appliziertem Apollohaupt und Vasenbekrönung, verglaste Fronttür und Rückseite, seitlicher Schnurzug zum Auslösen des Flötenmusikspielwerkes und des Automaten. Korrespondierende, geschwungene Wandkonsole. Ziffbl.: Email, radiale röm. Stunden, innerer Datumsring mit pfeilförmigem Zeiger, durchbrochen gearbeitete, vergoldete Sonnenstundenzeiger; vergoldete Lunette mit Lorbeerrankendekor. Kartuschenförmiges Zifferblattunterteil mit polychrom gemalten Automaten, Darstellung einer pastoralen Szene: analog zur Musik spielt eine Schäferin eine Laute. Zu ihrer Linken die statische Figur eines Jünglings mit Puderperücke und zeitgenössischer vornehmer Bekleidung beim Spielen einer Querflöte. Im Hintergund ein Gehöft. Werk: rechteckiges Messing-Vollplatinenwerk, profilierte Werkspfeiler, 2 Federhäuser, rückseitig aufgesetztes Rechenschlagwerk mit fein mattierten Stahlhebeln, Ankerhemmung, schweres Pendel mit Stahlpendelstange und Messinglinse. Musikspielwerk: schweres Messingwerk mit 2 x Kette/Schnecke und Fliehkraftbremse, darunter Messingrahmen mit hölzerner Stiftenwalze und 15 Metallflöten, rechteckige Signaturplakette.

Jan Hendrik Kuhn (1751-1810)
Der deutsche Uhrmacher Jan Hendrik Kuhn wurde um 1751 in Lübeck geboren und arbeitete später als Meister-Uhrmacher in Amsterdam. Er hatte seine Werkstatt in der Kalverstraat nahe dem Heiligeweg ab etwa 1786 bis zu seinem Tod in 1810. Aufzeichnungen belegen, dass Kuhn sowohl Stutz- und Standuhren wie auch Kleinuhren herstellte. Kuhn bewarb seine Standuhren regelmäßig; im Jahr 1775 stellte er eine Standuhr mit Saiten-Musikspielwerk und kompliziertem Automat vor.
Kuhn war ein begnadeter Kunsthandwerker, der sich auf die Herstellung von Standuhren spezialisiert hatte - die Mehrheit seiner Uhren scheint außerdem mit komplizierten Musikspielwerken und Automaten ausgestattet gewesen zu sein. Im späten 18. Jahrhundert bestand ein ausgesprochen großes Interesse an mechanischen Kunstobjekten mit Spielwerken und Automaten und Kuhn war zweifellos einer der bedeutendsten Hersteller solcher Stücke in seiner Zeit. Die Inventurliste seiner Werkstatt aus dem Jahr 1798 beinhaltet zwei Standuhren mit Automat, eine der Uhren besitzt außerdem ein Musikspielwerk.
#39135
Geh.: sehr gut, Haarrisse
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig


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