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467
Katalog Nr. 467
Schätzpreis  1.000 - 3.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Verger Frères à Paris

, Werk Nr. 5509, Geh. Nr. 5509, 33 x 24 mm, circa 1915

Extrem seltene Art Deco Platin-Damenarmbanduhr mit Zifferblattbemalung - Fernand Paillet (1840-1918) zugeschrieben, einem der berühmtesten Zifferblattmaler der Art déco-Periode


Geh.: Platin, sechseckig, punzierter und floral gravierter Rand, brillantbesetzte Lunette, aufgeschraubter Boden, signiert "Verger France". Ziffbl.: polychrom bemalt, arab. Zahlen, gebläute Breguet-Stahlzeiger. Werk: Brückenwerk, rhodiniert, "fausses côtes" Dekoration, Schrauben-Komp.-Unruh.

Fernand Paillet (1840-1918)
Fernand Paillet stellte unter anderem auch im Salon de Paris aus. Als Schüler von Carrier-Belleuse arbeitete er mit Email, Aquarell und Porzellan, im besonderen von 1879 bis 1888 für Sèvres. Mit ungefähr 115 Miniaturen ist er heute im Metropolitan Museum of Art vertreten.

Verger, Paris
Der Name Ferdinand Verger steht am Anfang zweier Generationen von Uhrmachern und Gehäuseherstellern. Im Jahr 1872 gründete er die erste Firma am Place des Victoires in Paris. Im Jahr 1901 erwarb er die Firma Lepine von Roux, die sich ebenfalls am Place des Victoires befand. 13 Jahre später verkaufte er die Restware der Firma an Herrn Louis Leroy, behielt allerdings die Rechte auf den Firmennamen, den er 1917 erneut registrieren ließ. Zuvor im Jahr 1911 war die Firma umgezogen. Die neue Adresse lautete: Rue Sainte Anne 51. Der Firmenname wurde auf "Verger Frères" eingetragen, der Meisterstempel war "V.F." Die Brüder wurden berühmt für ihre Gehäuse und Edelsteinarbeiten, die sie für die hervorragendsten Juweliere der Welt fertigten: Tiffany, Boucheron, Cartier, van Cleef & Apples, Mauboussin und Ostertag, um nur einige ihrer Kunden zu nennen. Die Brüder Verger wurden auch Repräsentanten für Vacheron & Constantin in Paris. Sie kauften Werke und Gehäuse für den französischen Markt. Mit ihrer außergewöhnlichen Originalität schufen die Brüder Verger Modelle wie die bekannte "Bras en l'air", die Buddha oder einen Mandarin zeigt. Andere berühmte Modelle tragen Namen wie "Radiateur" oder "Montres à Volets", die häufig als Portemonnaie-Verschlüsse verkauft wurden. Produziert wurden sie für Ostertag, Boucheron, Mauboussin, Tiffany, Gübelin, van Cleef & Apples. Für die letzteren entwarfen sie insbesondere die "Montres Cadenas", für Cartier die einzigartigen "Mystérieuses", die in den 20iger und 30iger Jahren zu den Prachtstücken der Cartier Kollektion gehörten.
#39136
Geh.: sehr gut, leicht abgenutzt
Ziff.: gut, kleine Abplatzung
Werk: sehr gut, restaurierungs­bedürftig, gangfähig


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