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431
Katalog Nr. 431
Schätzpreis  50.000 - 60.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Thomas Thomsen à Amsteldam, Höhe 860 mm

, circa 1820

Exquisite Amsterdamer Prunkpendule mit digitaler Zeitanzeige "Pendule à Circles de Tournant" mit Halbstunden-Stundenselbstschlag und stündlich auslösendem und auf Anforderung spielendem Musikspielwerk mit mehreren Melodien


Geh.: Holz, vergoldet. Rechteckiger, mit Seide bezogener Sockel für das Musikspielwerk auf vier gedrückten Scheibenfüßen, Wandung mit aufgelegtem, stilisiertem, durchbrochen gearbeitetem Eierstabdekor. Quaderförmiger Aufbau mit massivem Rahmen und durchbrochen gearbeiteten Seiten, im Zentrum ovale, mit Lorbeerranken geschmückte Medaillons mit reliefierten Profilportraits berühmter Philosophen: Front Montesquieu, links Aristoteles und rechts Heraklit von Ephesos. Rechts die vollplastisch gearbeitete Figur des griechischen Philosophen Epikur in klassischer Kontrapost Haltung. Auf dem Kopf trägt er eine Girlande mit Früchten und Blumen (entsprechend seiner Naturlehre), in der Hand hält er einen Spiegel, in dem er sich selbst betrachtet (entsprechend seiner Erkenntnis- und Verhaltenslehre). Mit seinem rechten Arm lehnt er sich auf das quaderförmige Uhrengehäuse, in dessen Mitte sich eine beflammte Henkelvase mit digitaler Zeitanzeige erhebt. Links ein kleiner Amor (als Symbol der Liebe), der mit seinem Liebespfeil die Zeit anzeigt. Ziffbl. : zwei rotierende weiße Emailscheiben mit Kartuschen aus röm. und arab. Zahlen. Werk: hochqualitatives quadratisches Messing-Vollplatinenwerk, signiert, 2 Federhäuser, 2 Hämmer / 2 Glocken, rückseitig aufgesetztes Rechenschlagwerk mit fein mattierten Stahlhebeln, Spindelhemmung, Kurzpendel mit Fadenaufhängung. Musikspielwerk: schweres Messingwerk mit Kette/Schnecke und Fliehkraftbremse, Messing-Stiftenwalze, 78 Vibrationsblätter.

Thomas Thomsen war ein bekannter Uhrmacher, der etwa um 1760 in Amsterdam tätig war. Er war wahrscheinlich der Vater von T. Thomson, mit dem er in der Achterburgwal 177 zusammen lebte und arbeitete.
Siehe Enrico Morpurgo, Nederlandse Klokken - en Horlogemakers Vanaf 1300, Amsterdam, 1970

Epikur (um 341 v. Chr. - 271 oder 270 v. Chr.)
Er war ein griechischer Philosoph und Begründer des Epikureismus.
Epikurs Lehre umfasst die drei klassischen Felder der antiken Philosophie: die Physik (Naturlehre), die Logik oder hier: Kanonik (Erkenntnislehre) und die Ethik (Verhaltenslehre). Dabei tragen Naturerklärung und erkenntnistheoretische Überlegungen gemeinsam mit den ethischen Grundprinzipien zur Ausschaltung individuell beunruhigender Faktoren bei, „indem sie Unbekanntes verständlich machen, Unerreichbares als irrelevant und Unvermeidbares als akzeptabel erweisen.“
Die Theorie der Naturerklärung wird so zwar Mittel zum Zweck des menschlichen Seelenfriedens, behauptet aber als Glücksvoraussetzung einen hohen Stellenwert, während die Ethik als Zentrum und Konstruktionsziel des gesamten Lehrgebäudes anzusehen ist.
Quelle: http://de.wikipedia.org/‌wiki/Epikur, Stand 08.10.2014.
#39597
Geh.: sehr gut, kleine Restaurierungen
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig


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