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213
Katalog Nr. 213*
Schätzpreis  42.000 - 50.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Ilbery, London

, Werk Nr. 1227, 51 mm, 108 g, circa 1795

Hochfeine, dekorative Goldemail-Taschenuhr für den chinesischen Markt


Geh.: 18Kt Gold, die Rückseite mit einer feinen Komposition aus Sommerblumen auf guillochiertem und transluzid dunkelrot emailliertem Grund, rot emaillierte Lunetten und Pendant mit Golddekor, Gehäusemacher-Punzzeichen "IM" (wohl Jonah Mince, London). Ziffbl.: Email, bombiert, radiale röm. Zahlen, Goldzeiger. Werk: hochfein floral graviertes Vollplatinenwerk, Schlüsselaufzug, vergoldet, signiert, Spindelhemmung, dreiarmige Stahlunruh, Kette/Schnecke, fein floral gravierter, durchbrochen gearbeiteter Unruhkloben, chatonierter Diamantdeckstein auf Unruh.

Die Ausführung des Werkes dieser Uhr deutet darauf hin, dass es sich hierbei um die früheste Form einer Goldemail Präsentationsuhr für den chinesischen Markt handelt. Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich um eine klassische englische Konstruktion, die typischen 'chinesischen' Brückenwerke waren damals noch nicht entwickelt und kamen erst fünf bis zehn Jahre später zum Einsatz.

William Ilbery (ca. 1760-1839)
William Ilbery begann sein Schaffen 1780 in der Goswell Street in London und zog von dort aus später in die Duncan Terrace. Angeregt durch das Beispiel von James Cox in London und Pierre Jaquet-Droz in der Schweiz spezialisierte sich Ilbery auf die Herstellung von Luxusuhren für den chinesischen Markt. Er orientierte sich anfangs stark am traditionellen englischen Stil mit Vollplatinenwerk und Duplexhemmung. Spätere Werke haben wie das Lepine-Kaliber ein freistehendes Federhaus, ein Design, das in London auch Jaquet-Droz und William Anthony verwendeten. Ilbery ließ die Gehäuse seiner Uhren von besten Genfer Emaillierern wie Jean-Francois-Victor Dupont und Jean-Louis Richter auf das Aufwendigste verzieren. Ilbery veranlasste die Produktion reich gravierter Werke für den asiatischen Markt in Fleurier in der Schweiz; andere Uhrmacher in Fleurier wie z.B. Bovet und Juvet folgten seinem Beispiel. Daher kann man Ilbery zweifellos als einen der renommiertesten Hersteller der sog. "chinesischen Uhren" bezeichnen. Obwohl er hauptsächlich in London arbeitete, hielt Ilbery engen Kontakt mit dem Handelsverkehr in anderen Ländern; es existiert eine Uhr mit der Signatur "Ilbery Paris" und Ilbery & Son sind in London und Fleurier sowie in Kanton eingetragen.
#39702
Geh.: sehr gut, leichte Tragespuren
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig, Reinigung empfohlen


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