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435
Katalog Nr. 435
Schätzpreis  40.000 - 55.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Bailly l'Aîné à Paris

, Werk Nr. 202, Höhe 540 mm, circa 1750

Bedeutende Louis XV Elephanten Prunkpendule mit Halbstundenselbstschlag


Geh.: vergoldete und patinierte Bronze, rocaillenverzierter Sockel, Elephant mit stilisierter Burg auf dem Rücken, hinter deren Mauern sich drei bewaffnete Krieger in einer Schlacht engagiert verteidigen. Durchbrochen gearbeitete Seiten mit floralen Ornamenten, hinterlegt mit grüner Seide. Ziffbl.: Email, radiale röm. Stunden, durchbrochen gearbeitete, gravierte, vergoldete Zeiger. Werk: rundes Messing-Vollplatinenwerk, signiert, 2 Federhäuser, 1 Hammer / 1 Glocke, 8-Tage-Werk, Schlossscheibe, Kurzpendel mit Fadenaufhängung.

Eine nahezu identische Uhr desselben Meisters ist abgebildet und beschrieben bei J. Britten, "Old clocks and watches and their makers", London 1977, S. 322, Abb. 557.

Provenienz:
- Sammlung Stender, Sint Michielsgestel, Niederlande
- Sammlung Spaans, Hilversum, Niederlande

Elefanten und ihre Bedeutung:
Der Elefant gilt als weise, stark und keusch, aber auch als nachtragend. Er ist das Wappentier mehrerer Staaten. In Thailand ist der Elefant ein Symbol von Wohlstand und Glück.
Als diplomatische Geschenke waren Elefanten bereits seit etwa 800 von Asien und Afrika nach Europa gelangt. So besaßen zum Beispiel Karl der Große oder auch Kaiser Friedrich II. einen Elefanten, auch Ludwig der Heilige brachte nach einem Kreuzzug einen Elefanten mit nach Frankreich. Seit der frühen Neuzeit galten die Dickhäuter als lebende und spektakuläre Kostbarkeiten, ein beliebtes Hilfsmittel, um die Politik europäischer Herrscher wirkungsvoll in Szene zu setzen. In die Geschichte der Diplomatie ist zum Beispiel die Reise des späteren Kaisers Maximilian II. mit dem Elefanten Soliman von Spanien nach Wien eingegangen. Die großen Tiere überlebten jedoch nicht lange; zu groß war der Stress hinsichtlich des ungewohnten Klimas und der repräsentativen Aufgaben.
Aufgrund der enormen Faszination an allem Exotischen fand die Abbildung von Elefanten, Löwen oder auch Nashörnern bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts (Holzschnitt Albrecht Dürers) Verwendung in der darstellenden Kunst.
1667 schuf der italienische Bildhauer Gian Lorenzo Bernini in Rom vor der Basilika Santa Maria sopra Minerva einen Elefanten, der auf seinem Rücken einen Obelisken trägt.
Figürliche Darstellungen exotischer Tiere in Verbindung mit Uhren und Automaten kamen vor allem im frühen 18. Jahrhundert in Europa auf und fanden vor allem in Frankreich und England häufig Verwendung.

Joachim Bailly l'Aîné
Meister ab 1749, ist unter verschiedenen Anschriften in Paris verzeichnet; darunter sind zum Beispiel die Rue de Bourg l'Abbé im Jahr 1746, die Rue Saint-Honoré im Jahr 1755, die Rue Dauphine 1772 sowie die Rue St. Denis ab dem Jahr 1778.
Die erste Elefantenuhr findet am 15. Dezember 1757 Erwähnung, als Madame de Montmartel ein solches Exemplar von dem Händler Lazare Duvaux erwirbt; die Uhr wird beschrieben als "Une pendule en bronze doré d'ormoulu, dont le mouvement à sonnerie, de Moisy, est porté sur un éléphant".
Die Gestaltung dieser Uhr ist äußerst ungewöhnlich, da die meisten Elefantenuhren trommelförmige Uhrwerke aufweisen, die von einer einzigen orientalisch anmutenden Figur getragen werden. Eine ganz ähnliche Uhr von Bailly l'aîné ist abgebildet in F.J. Britten: Old clocks and watches and their makers, 1971, S. 481.
#39815
Geh.: sehr gut, kleine Abplatzung
Ziff.: sehr gut, kleine Restaurierungen
Werk: sehr gut, gangfähig


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