Textsuche:
Nr.:
Marke:
503
Katalog Nr. 503
Schätzpreis  3.000 - 4.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Francois Ducommun-dit-Boudry, La Chaux de Fonds, 92 mm

, circa 1825

Seltene schweizer Äquinoktial-Ringsonnenuhr mit Originalschatulle und originaler, handschriftlicher Instruktion von Francois Ducommun


Meridianring: Messing, umlaufender Beschlag mit Aufhängung, gravierte Breitenscala von 0°-90°, signiert. Equatorialring: Messing, graviert, Vorderseite mit 24h Einteilung mit eingelegten röm. Zahlen. Brücke: gravierte Skala mit Symbolen von Tierkreiszeichen, auf der rückwärtigen Seite gravierte italienische Monatsnamen, Schieber mit Sonnenöhr.

Francois Ducommun (1763-1839)
Ducommun war ein berühmter Uhrmacher und Konstrukteur von Ringsonnenuhren, Planetarien und Planetenuhren in La Chaux de Fonds. Man sagt, er habe alle seine Uhren mit Hilfe einiger ausgewählter Facharbeiter selbst gebaut.

Die Äquinoktial-Ringsonnenuhr
Der Äquinoktial-Ringsonnenuhr ist die Uhr des Seefahrers und Bestandteil jeder Inventarliste von Navigationsgeräten. Man kann mit ihm die Zeitprobleme für alle Breiten ebenso lösen, wie eine ganze Reihe von Navigationsaufgaben.
Die Ringsonnenuhr kam in der ersten Hälfte des 17. Jahrunderts auf und fand bald rasche Verbreitung, da sie stabil und zusammenklappbar leicht zu transportieren war. Der auf den Pol ausgerichtete Zeiger ist hier durch einen rechteckigen Streifen mit Mittelschlitz ersetzt, der schräg in einem vertikal aufzuhängenden Ring eingesetzt ist. Der Neigungswinkel des Schiebers entspricht der Polhöhe, so dass wenn der Ring in der Meridianebene hängt, der Streifen zur Erdachse parallel ist. Im Mittelschlitz befindet sich ein gelochter Schieber. Er wird je nach Sonnenhöhe am Tag der Messung längs einer Skala verschoben. Ein zweiter Ring, der senkrecht zum ersten steht und dementsprechend der Äquatorebene parallel ist, trägt die Stundenmarkierung. Wenn das Instrument ausgerichtet ist, fällt durch das kleine Loch im Schieber ein Sonnenstrahl auf den inneren Ring und weist so die Zeit. Umgekehrt weiß man, dass das Instrument genau ausgerichtet ist, wenn der Lichtstrahl auf den Innenring fällt. Man braucht also keinen Kompass.
Quelle: Samuel Guye / Henri Michel, "Uhren- und Messinstrumente des 15. bis 19. Jahrhunderts", S. 251.
Jean Randier, "Nautische Antiquitäten", Bielefeld 1973, S. 103.
#40432
Geh.: sehr gut


×
Einem Bekannten senden ...

An folgende Adresse senden: (*)

Meine Nachricht:
Meine E-Mailadresse (*)


×
Gebot abgeben

Mindestgebot: 3000 €

Ihr Höchstgebot (100 € - Schritte)

Bitte nur 100er Schritte

 Benachrichtigen Sie mich, wenn ich überboten werde.

Sie geben hiermit ein verbindliches Gebot für diese Position ab!