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441
Katalog Nr. 441
Schätzpreis  38.000 - 45.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Louis-Stanislas Lenoir-Ravrio, Paris zugeschrieben / Honoré Pons, Saint-Nicolas d’Aliermon, Höhe 800 mm

, circa 1810

Monumentale Empire Prunkpendule mit digitaler Zeitanzeige "Pendule à Circles de Tournant" und Halbstunden-Stundenselbstschlag "Der thronende Zeus, der oberste und mächtigste olympische Gott"


Geh.: Bronze, matt vergoldet; rechteckiger, mit Akanthus und Blattranken reich verzierter Sockel, an den vier Ecken stilisierte, geflügelte Löwen. Quaderförmiger, glatter Aufbau mit zentralem, halbkreisförmigen Zifferblattring und zentralem Sockelrelief mit der Darstellung der jungen Neiride Thetis mit einem Löwen an einem rauchenden Altar mit flehendem Blick nach oben zu der imposanten, thronenden Figur des Zeus. In seiner rechten Hand hält er einen Stab, zu seinen Füßen befindet sich ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln, das Attribut des Zeus. Zu seiner linken befindet sich ein Füllhorn und eine große Deckelvase mit der Aufschrift "DESTIN" ("das Schicksal"). Ziffbl.: vertikal rotierender, halbkreisförmiger, versilberter Ziffernring mit röm. Zahlen. Werk: rundes Messing-Vollplatinenwerk, feuervergoldet, 1 Hammer / 1 Glocke, 2 Federhäuser, Hakenhemmung, Schlossscheibe, Kurzpendel.

Eine nahezu identische Prunkpendule befindet sich im Schloss Fasanerie in Fulda und in der Sammlung des Mathematisch-Physikalischen Salons im Dresden. Abgebildet und beschrieben in: H. Ottomeyer und P. Pröschel, "Vergoldete Bronzen", Band I, S. 401, Abb. 5.18.28.

Die Erhabenheit und Schwere der Darstellung veranschaulicht perfekt das künstlerische Denken der Zeit. Wichtig war vor allem Repräsentation und Dekoration, Geradlinigkeit, Strenge und Feierlichkeit, welche Größe und Macht veranschaulichen sollten.
Das Thema des thronenden Zeus wird deshalb von vielen Künstlern der damaligen Zeit aufgenommen. Das wohl berühmteste Beispiel ist das 1811 entstandene Gemälde "Jupiter (Zeus) und Thetis", des neoklassizistischen Malers Jean Auguste Dominique Ingres, welches sich heute im Musée Granet in Aix-en-Provence, in Frankreich befindet. Das Gemälde veranschaulicht auf imposante Weise den Kontrast zwischen der Macht der männlichen Gottheit und der zerbrechlichen, zarten Nymphe. Das Sujet in Ingres' Gemälde geht auf eine Episode der Ilias' Homers zurück, in der die Meeresnymphe Thetis Jupiter (Zeus) bittet, in das Schicksal ihres Sohnes Achilles einzugreifen, der zu dieser Zeit in den Trojanischen Krieg verwickelt war.

Louis-Stanislas Lenoir-Ravrio (1783–1846) war der Adoptivsohn des berühmten Bronziers André-Antoine Ravrio (1759-1814), der einen renommierten Kundenkreis hatte, zu dem auch Napoleon I zählte. Louis-Stanislas-Ravrio Lenoir übernimmt, nach dem Tod des Vaters, die Leitung des Ateliers in der Rue des Filles St. Thomas in Paris. 1819 erhielt er die Silbermedaille des Salons, was seinen guten Ruf und die Qualität seiner Arbeit wiederspiegelt. Ein zeitgenössischer Kritiker hob hervor, "Herr Lenoir-Ravrio genießt einen sehr guten Ruf ... Alles, was aus dieser Fabrik kommt, ist von ausgezeichnetem Geschmack."
#41029
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig


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