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Katalog Nr. 84 (94. Auktion)
"LPD" (Louis-Philippe Demay, Paris), 74 x 55 x 31 mm, 141 g, circa 1760

Hochfeine, extrem seltene, französische Schnupftabakdose mit vierfarbigem Golddekor und polychromen Emailminiaturen in der Manier François Bouchers
Geh.: 22Kt Gold, Meistermarke "LPD" (Louis-Philippe Demay, Paris), Gebühren- und Quittungsstempel Eloy Brichard (1756-1762), Pariser Zunft-Jahrespunze "V" für die Jahre 1760-1761.
Ovales Gehäuse, allseitig fein graviertes und punziertes vierfarbiges Rokoko Golddekor. Auf dem scharnierten Deckel und Boden querovale Emailmedaillons mit polychromen häuslichen Szenen: der Deckel mit einem musizierenden Paar, der Boden mit einer Dame und einem aus einem Vogelkäfig befreiten Papagei.

Louis-Philippe Demay wurde 1758 zum Meister ernannt; sein Bürge war Louis Lenhendrick. Demay lebte und arbeitete zu dieser Zeit am Pont Notre-Dame in Paris. Im Jahr 1769 bürgte er für seinen Sohn Jacques-Joseph Demay. Im selben Jahr zog die Aufsicht der Gilde ein Uhrengehäuse von L.-P. Demay als mindere Qualität ein – er erhielt das Gehäuse jedoch anschließend wieder zurück. Von seiner Werkstatt an der Pont Notre-Dame zog Demay an den Quai de Conti, wo er 1772 starb. Seine Witwe führte das Geschäft bis mindestens 1774 weiter. Der Emailleur Charles-Jacques de Mailly hat wohl vor seinem Umzug nach Moskau für Demay gearbeitet.
Quelle: "The Wallace Collection, Catalogue of Gold Boxes", Charles Truman, London 2013, S. 339.

Weitere Golddosen von Louis-Philippe Demay befinden sich in der Wallace Collection, im Metropolitan Museum of Art und im Louvre.
Schätzpreis  24.000 - 32.000 €

Realisierter Preis 31.000 €
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