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570
Katalog Nr. 570    Ohne Limit! 
Schätzpreis  3.000 - 5.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Konvolut von 3 sprechenden Uhren



Bernhard Hiller in Berlin, Höhe 420 mm, circa 1910



Seltene "sprechende" Uhr
Geh.: Nussbaum, gravierte durchbrochene Messingornamente. Ziffbl.: Messing vergoldet. Werk: kleines trapezförmiges Messinguhrwerk, großes Eisenrahmenwerk mit Endlosband über Rollensystem mit eingeschnittenen Tonrillen für Zeitansage alle 15 Minuten. Die Zeit wird über Nadel, Schalldose und Tontrichter abgelesen und verstärkt.

Bernhard Hiller war als deutscher Erfinder und Uhrmacher in Berlin-Oberschönweide ansässig. Seine Firma "Die Zeitansage Uhr GmbH" und "Sprechende Uhr AG" wurde am 28. August 1910 registriert. Um 1913 folgte noch der Markenname "Zetbe".
Der Konstrukteur baute die "sprechende" Zeitansage-Uhr, eine Uhr, die mit einem phonographenähnlichen Mechanismus ausgerüstet war. Er verwendete dafür ein Endlosband aus dem Kunststoff Cellon im Format 35 mm Breite (Filmband). Darauf waren vertikale Tonrillen eingraviert. Darauf waren alle 48 Viertelstunden (von 0 bis 12 Uhr) verzeichnet, welche vom Tonkopf abgelesen und über einen kleinen Trichter angesagt wurden. Die Zeitansage erfolgte auf deutsch. Hatte das Uhrwerk die entprechende Stelle erreicht, setzte es eine Schalldose auf das Band, von dem über einen kleinen Schalltrichter im Gehäuseinneren die Uhrzeit angesagt wurde. Danach wurde die Schalldose wieder abgehoben bis die nächste Viertelstunde erreicht war. Hatte man nicht richtig hingehört, so konnte man mittels eines Knopfes oben am Gehäuse die letzte Ansage wiederholen lassen. Interessant war diese Uhr wohl vor allem für sehbehinderte Menschen. Für den Export gab es Streifen in Fremdsprachen.
Bernhard Hiller hatte großen Erfolg mit seiner Uhr. Immerhin war es die erste Uhr mit Zeitansage weltweit. Viele Aufträge dafür kamen aus Südamerika; dabei unterlagen die empfindlichen Cellon-Bänder auf der langen Transportstrecke extremen klimatischen Bedingungen und kamen häufig beschädigt an ihrem Bestimmungsort an.
In der Sammlung des Deutschen Uhrenmuseums Furtwangen befindet sich ein ähnliche Uhr.
Quelle: www.watch-wiki.org/‌index.php?title=Hiller,_Bernhard, Stand 07.11.2016
#43551


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