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Katalog Nr. 296 (95. Auktion)
Johann Friedrich Schumann à Dresde, 51 mm, 102 g, circa 1800

Bedeutende Spindeltaschenuhr von einem der einflussreichsten Uhrmacher des Dresdner Umfeldes
Geh.: Silber. Ziffbl.: Email. Werk: Vollplatinenwerk, Kette/Schnecke, dreiarmige Messingunruh.

Johann Friedrich Schumann (1754-1817) war der Sohn des angesehenen Dresdner Bürgers und Schuhmachermeisters J. Fr. Schumann. Nach Vollendung seines 15. Lebensjahres konnte er am 6. Juli 1769 bei J. Fr. Naumann eine 5-jährige Uhrmacherlehre beginnen.
Naumann, der selbst einer renommierten Uhrmacherdynastie entstammte und großes Ansehen genoß, konnte dem Jungen die Handswerkskunst entsprechend qualitativ vermitteln. Johann Friedrich Schumann bewarb sich im Mai 1784 bei der Dresdner Uhrmacherinnung zur Erlangung des Meisterrechts. Die Statuten verlangten vom Verfertiger, binnen 6 Monaten das Meisterstück, eine Taschenrepetieruhr mit Zylinderhemmung und Sekunde komplett herzustellen. Nach Vorlage des Meisterstückes bei den Innungsmitgliedern und nach erfolgter Prüfung wurde am 17. August 1784 Schumann als Meister rezipiert. Er begleitete das Amt des Innungsmitältesten von 1803 bis 1810. Als bestellter Hofuhrmacher (1808-1817) war er aus Neutralitätsgründen dazu verpflichtet, die Innungstätigkeit einzustellen. Johann Christian Friedrich Gutkaes, der zur Erlangung des Meisterrechts etwa 1813 nach Dresden zurückkehrte, konnte bei Schumann in Stellung kommen und 1815 (durch die napoleonischen Kriege verzögert) das Meisterrecht erlangen. Wenige Tage später heiratete Gutkaes die einzige Tochter von Johann Friedrich Schumann. Dieser starb 2 Jahre später (1817) und Gutkaes übernahm das Geschäft des Schwiegervaters.
Schumann fertigte Taschenuhren, wie auch bedeutende Bodenstanduhren, die fast ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke bestimmt waren. Das hohe uhrmacherische Niveau, das sich im Erkenntnistand des ausgehenden 18. Jahrhunderts widerspiegelt, bezeugen seine wenigen erhaltenen und gediegenen Arbeiten.

Auktionen Dr. Crott ist dem Verfasser Bernd Schaarschmidt zu großem Dank verpflichtet.
Die Beschreibung wurde ausschließlich für das Auktionshaus Dr. Crott erstellt.
Alle Rechte auch auszugsweise beim Verfasser.
Schätzpreis  4.500 - 8.000 €

Realisierter Preis 4.600 €
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