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Katalog Nr. 140* (95. Auktion)
Antonio Aguatti, Rom/Genf, 69 x 61 x 19 mm, 171 g, circa 1825

Beeindruckende Gold Schnupftabakose mit römischem Mikromosaik "Zwei Hunde"
Geh.: 18Kt Gold, Genfer Feingehaltspunze für 18Kt Gold 1815-1881.

Die rechteckige Dose besitzt einen scharnierten Deckel mit einem eingesetzten, polychromen Mikromosaik, umgeben von einer Zierleiste. Dargestellt sind zwei Hunde, ein liegender Spaniel und ein sitzender Pudel, in einer idealisierten Landschaft mit einem See, einer Ruinen und einer Bergkette im Hintergrund. Die Seiten und der Boden sind guillochiert, punzierte Blüten und Akanthusblätter zieren den Boden, die abgerundeten Ecken, die Front und die Rückseite. Das Mikromosaik ist signiert "Aguatti".

Die Anordnung der kleinen Steinchen folgt der Struktur des Fells und vermittelt so einen äußerst naturalistischen Effekt - ein beeindruckendes Werk, das in Qualität und Brillanz seinesgleichen sucht.

Im 19. Jahrhundert waren Hunde als Motiv in der Kunst sehr beliebt, da sie als Symbol von treuer Liebe angesehen wurden. Das vorliegende Motiv wurde ursprünglich von Antonio Aguatti geschaffen und in der Folge häufig von anderen Künstlern kopiert.

Man nennt diese Bilder, die aus winzigen Glasstückchen zusammengesetzt sind, "Mikromosaike" und bei einigen von ihnen wurden über 5.000 Teilchen pro Quadratzoll verwendet. Bei den ersten Versuchen dieser Art waren die Stege zwischen den Teilen noch deutlich zu sehen; diese Bilder bezeichnet man als Tesserae und es mangelt ihnen meist an perspektivischer Darstellung. Antonio Aguatti war ein begnadeter Künstler, der diese Technik in großem Maße weiterentwickelte; seine Arbeiten sind wesentlich lebensechter als dies bei den früheren Werken der Fall ist. Die Methode, diese Mikromosaik-Bilder mit Glasstückchen herzustellen wurde im 18. Jahrhundert in der Mosaikwerkstätte des Vatikans entwickelt; hier restauriert man diese Werke noch heute.

Antonio Aguatti (?- um 1846) gilt als einer der bedeutendsten Künstler dieser Gattung im frühen 19. Jahrhundert. Er brachte die Arbeitsmethode so weit voran, dass es ihm möglich war, die Glasteilchen in verschiedene Größen und Formen zu schneiden und sogar unterschiedliche Farbschattierungen in einem Stück zu vereinen. Aguatti hatte seine Werkstatt an der Piazza di Spagna 96 in Rom und stellte die Mosaike in den unterschiedlichsten Größen her. Im Jahr 1834 wurde er als Professor an das Studio Vaticano del Mosaico berufen.


Schätzpreis  45.000 - 65.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

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