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7
Katalog Nr. 7
96.
Schätzpreis  8.500 - 15.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Marttin Zoller, Augsburg, Höhe 245 mm

, circa 1630

Einzeigrige Renaissance Figurenuhr mit Stundenschlagwerk "Strahlenkranzmadonna"


Geh.: ebonisierter Holzsockel, feuervergoldeter Messingsockel und -figuren, rückwärtige Glocke. Ziffbl.: versilbert, graviert. Werk: quadratisches Messing-Vollplatinenwerk, feuervergoldet, 2 Federhäuser, 1 Hammer mit graviertem Kopf, Stackfreed, Spindelhemmung, Schweinsborstenregulierung, Schlossscheibe, zweiarmige Stahlunruh ohne Unruhspirale.

Der profilierte schwarze Sockel trägt die fein floral gravierte Basis des würfelförmigen Uhrenkorpus mit zwei flankierenden Ecksäulen. Mittig das fein gearbeitete silberne Zifferblatt mit eingelegten römischen Zahlen und feinster Gravur einer zeitgenössischen Stadtansicht im Zentrum. Bekrönt wird die Uhr von der Statuette einer Strahlenkranzmadonna. Auf dem Haupt trägt sie eine Krone, links ein Zepter und auf dem rechten Arm das Jesuskind mit Weltkugel in der Hand, umgeben von einer großen Flammengloriole . Das im ausgehenden Mittelalter beliebte Motiv der Madonna im Strahlenkranz geht auf ein Motiv aus der Apokalypse des Johannes zurück. Auf ihre Rolle als Himmelskönigin weist neben der goldenen Krone vor allem der als Flammengloriole gestaltete Strahlenkranz hin.

Der bedeutende Augsburger Uhrmacher Martin Zoller wird u.a. von E.H. Baillie ''Watchmakers'' 1929 erwähnt und von Jürgen Abeler "Meister der Uhrmacherkunst", 2. Auflage, Wuppertal 2010, S. 619.
Abeler gibt als Lebensdaten Martin Zollers 1590 bis 1633 an. Martin Zoller hat jedoch um 1590 seine Meisterprüfung abgelegt und noch nach 1633 gelebt, ist uns doch bekannt, dass im Juli 1635 Matthäus Holl, ein Sohn des Elias Holl, bei Zoller seine Lehrzeit antrat, die bis 1638 dauerte.
Wahrscheinlich ist auch, dass Zoller 1649 dem großen Rat der Stadt Augsburg angehörte. Es sind auch Tischuhren von Martin Zoller bekannt, die um 1640 erstanden sein müssen. Über Martin Zoller ist im Augsburger Stadtarchiv folgendes notiert: "Etwa 25-jährig machte er seine Meisterprüfung und gehörte noch 1649 dem Großen Rat der Stadt Augsburg an. Er muss also mindenstens 85 Jahre alt geworden sein".

Ähnliche Uhren sind abgebildet und beschrieben in Klaus Maurice, "Die deutsche Räderuhr", Band II, München 1976, Seite 57 und Abb. 393-401.
#45329
Geh.: sehr gut, leicht abgenutzt
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig, Reinigung empfohlen


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