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28
Katalog Nr. 28
96.
Schätzpreis  15.500 - 20.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Petrus Thomas Campanus Inventor Romae

, Höhe 650 mm, 1688

Historisch bedeutende Nachtlichtuhr


Geh.: ebonisiertes Obstholz, profiliert, geschnitztes und goldgefasstes Akanthus- und Volutendekor, gesprengter Giebel, Tabernakelaufsatz mit Figur eines geflügelten Putto, auf der Rückseite metallverkleideter Kamin, im Inneren Vorrichtung für die Öllampe. Ziffbl.: Kupfer, polychrom bemalt, perspektivische Landschaftsmalerei mit Schutzengel. In der oberen Hälfte bogenförmigem Ausschnitt mit runder Öffnung für drei hinterlegte, rotierende, goldene Stundenscheiben mit jeweils vier röm. Ziffern. Darüber Bogen mit ausgeschnittenen röm. Zahlen "I" bis "III" für Viertelstundenanzeige. Die Ziffern werden von einem brennenden Öllämpchen erleuchtet. Werk: rundes Messing-Vollplatinenwerk, signiert, obenliegendes Gesperr, Kette/Schnecke, Spindelhemmung, Kurzpendel.

Zur Geschichte der Nachtlichtuhr
Bei der stillen Nachtlichtuhr handelt es sich um einen der bedeutsamsten italienischen Beiträge des 17. Jhdt. zur Kunst und Technik. Die hinter der Erfindung der Nachtlichtuhr stehende Geschichte eröffnet einen faszinierenden Blick auf die praktischen Erwägungen der wichtigsten Kunden des 17. Jhdt. in Rom: Papst Alexander VII (1655-1667), der nachts wegen den lauten Geräuschen seiner Uhr nicht schlafen konnte, gab bei den Gebrüdern Campani eine stille Uhr in Auftrag. Bei der Nachtlichtuhr konnte der Papst die Zeit mithilfe einer Lampe oder Kerze hinter dem durchbrochen gearbeiteten Zifferblatt sowohl tagsüber als auch nachts ablesen, ohne jedoch in seinem Schlaf gestört zu werden. Nach diesem Auftrag stellten die Brüder Campani noch verschiedene Nachtuhren für Prinzen, Adelige, Botschafter und weitere hochrangige Kirchenmänner her, da sich die Mode für diese Uhren in ganz Italien und dem Rest Europas schnell ausbreitete.
Die ersten Nachtlichtuhren konstruierten die Gebrüder Guiseppe, Mattheo und Pierre Campani, die im März 1656 Papst Alexander VII. eine Nachtuhr schenkten. Allerdings hatte der Jesuitenpater Atanasius Kircher bereits 1646 in seinem in Rom erschienenen Buch "Ars magna lucis et umbrae" (Die große Wissenschaft von Licht und Schatten) darüber geschrieben, wie man mit Hilfe einer beleuchteten Uhr die Zeit auf eine Wand projizieren könnte. Die ersten Uhren dieses Typs waren noch mit Spindelhemmung und Radunruh ausgerüstet. Die Uhrgehäuse der Gebrüder Campani erinnern an italienische Renaissancealtäre. Ihre Form wurde von anderen Uhrenherstellern übernommen und ist auch in den vier erhaltenen Londoner Nachtlichtuhren Knibbs erkennbar.
Unter den vielen Exemplaren gibt es keine zwei, die sich völlig gleichen würden. Sie unterscheiden sich entweder im Gehäuse, im Werk oder im Zifferblatt.

#45831
Geh.: sehr gut, kleinste Beschädigungen
Ziff.: sehr gut, oxidiert
Werk: sehr gut, gangfähig, Reinigung empfohlen


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