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217
Katalog Nr. 217*
Schätzpreis  50.000 - 70.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Meistermarke "J" und "T" (André und Jean-Louis Jordan & Francois-Claude Theremin), Berlin / Van Blarenberghe zugeschrieben, punzierte Zargennummer 109, 81 x 59 x 28 mm, 139 g

, circa 1780

Exquisite, deutsche Goldemail-Schnupftabakdose mit Gouache Miniatur "Hafenszene mit Leuchtturm"


Geh.: Gold, Gehäuseherstellerpunze gekröntes "J" und gekröntes "T", imitierender Gebührenstempel Jean-Jaques Prévost, zwei spätere Goldpunzen für Paris 1838-1846 und Nummerierung 109 auf der Zarge.

Ovale Dose, scharnierter Deckel mit zentraler, verglaster, oval gerahmter Gouache Miniatur einer Hafenszene mit Figurenstaffage, Segelschiffen und einem Leuchtturm im Hintergrund. Die Seiten und der Boden mit Emailtäfelchen bemalt mit Uferszenen und Segelschiffen in Sepia Grisaille.
Goldmontierungen mit aufgelegten transluzid grün und rot emaillierten Blattranken und Blüten und opaleszenten Emailperlen. Die Seiten mit Lisenen ähnlich dekoriert.

Eine Dose mit ähnlicher Szene ist abgebildet und beschrieben in: The James A. de Rothschild Collection, "Gold Boxes and Miniatures of the Eighteenth Century", London 1975, s. 261.

Francois-Claude Theremin
Schwiegersohn von Jean-Guillaume-Georges Krüger. Er gründete zusammen mit den Gebrüdern André und Jean-Louis Jordan eine bedeutende Fabrik für Juwelierware und Schmuck in Berlin und stellte Kunsthandwerker aus Paris und Genf ein. Um 1794 schließt er sich wieder seinem Bruder Pierre Thermin an, der ein Atelier in St. Petersburg eröffnet hatte. Ihre im neoklassizistischen "Genfer" Stil emaillierten Golddosen erlangen großen Erfolg. Sie könnten möglicherweise Ihre Produktion mit dem Monogramm "JT" markiert haben.
Quelle: José de Los Llanos, Christiane Grégoire, "Boites en or et objects de vertu au Musée Cognacq-Jay", Paris 2011, S. 536.

Van Blarenberghe war der Name einer Dynastie von Malern; die Familie stammte ursprünglich aus Lille im fanzösischen Teil Flandern, aber einige ihrer berühmtesten Söhne lebten auch in Paris.
Henri-Joseph van Blarenberghe (24.11.1750 bis 1.12.1826), der Sohn von Louis-Nicolas war ebenfalls Maler und arbeitete oft mit seinem Vater zusammen. Henri Joseph und sein Vater lebten gemeinsam im Palast von Versailles und stellten dort Miniaturen für die feine Gesellschaft ihrer Zeit her. Vater und Sohn waren besonders für ihre Malereien auf Schnupftabaksdosen bekannt. Louis-Nicolas war außerdem offizieller Hofmaler bei den Feldzügen und folgte der Armee als Kriegsberichterstatter. Zwei seiner Töchter, Catherine-Henriette und Isabelle, waren als Zofen für die königlichen Kinder angestellt. Die Arbeiten von Louis-Nicolas und Henri-Joseph wurden im 19. Jahrhundert in großem Umfang von der Familie Rothschild gesammelt, eine Ausstellung ihrer Werke kann in Waddesdon Manor besucht werden. Eine äußerst umfangreiche Kollektion von Stücken der Blarenberghes wurde während des Verkaufs der Kunstschätze von Mentmore Towers 1977 veräußert.
Henri-Joseph malte neben den Miniaturen hauptsächlich Panoramen, häufig in Gouache. Seine Motive waren wie die seines Vaters oftmals aus dem militärischen Bereich und schlossen auch die französische Revolution mit ein. Er war außerdem Zeichenlehrer der französischen Prinzen sowie Gründer und erster Konservator des Palais des Beaux-Arts de Lille.
Quelle: http://en.wikipedia.org/‌wiki/Blarenberghe, Stand 27.09.2013
#46795
Geh.: sehr gut


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