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Katalog Nr. 162 (99. Auktion)
Johann Sayller, Ulm, 124 x 124 x 115 mm, circa 1630

Museale, astronomische, quadratische Horizontaltischuhr mit Viertelstunden-/Stundenselbstschlag, Datum, Mondalter und Mondphase
Geh.: feuervergoldetes Messinggehäuse auf vier mit Bocksköpfen und Voluten verzierten Füßen, 2 Bodenglocken. Ziffbl.: Messing, feuervergoldet, in den Ecken vier gegossene, geflügelte Cherubsköpfe; aufgelegter silberner Stundenziffernring, aufgelegter Datumsring, im Zentrum silberne Scheibe mit bogenförmigem Fensterausschnitt für vergoldeten Mondalterring und Öffnung für Mondphase; graviertes Aspektenschema im Zentrum. Werk: quadratisches Messingwerk, feuervergoldet, Kette/Schnecke, 2 Federhäuser für Stunden- und Viertelstundenschlag, 2 gravierte Hämmer, Schlossscheibe, Spindelhemmung, gebläute Stahl-Ringunruh.

Johann Sayller (1594-1668) war einer der hervorragendsten Kunstuhrmacher des 17. Jahrhunderts. Er stammte aus Angelberg im Bistum Freising, Niederbayern.
Johann Sayller kam 1617 nach Ulm, wurde 1624 Bürger und 1646 Zunftmeister. Im Jahr 1626 fertigte Johann Sayller sein Meisterstück: Eine Kugeluhr nach dem Sytem Margraf, die erst im Ulmer Rathaus, dann ab 1812 in der Privatbibliothek des Königs Friedrich I. von Württemberg stand. Seine Werke waren so ausgezeichnet und begehrt, dass sie meist nur berühmten Persönlichkeiten als Geschenk verehrt wurden. Er fertigte kostbare Halsuhren, komplizierte astronomische Stock- und Stutzuhren und technisch ausgefallene Uhren her. Zwei seiner Kugellaufuhren und eine silberne, astronomische, mit Drei-Monatsgangwerk versehene, türmchenförmige Stutzuhr sind erhalten (Württembergisches Landesmuseum). Andere sind ebenfalls in bedeutenden Museen zu finden, darunter das National Museum in Kopenhagen, das Kunsthistorische Museum in Wien und das Los Angeles County Museum of Art.
Quelle: http://www.uhrenhanse.org/sammlerecke/portraits/na​men/name_s.htm, Stand 22.01.2015.

Eine nahezu identische Horizontaltischuhr ist abgebildet und beschrieben in: H.M. Vehmeyer "Clocks their origin and development 1320-1880", Band I, Wilsele 2004, Seite 140f.
Schätzpreis  10.000 - 15.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

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