Hilfe
 
Katalog Nr. 193 (99. Auktion)
Baltazar Martinot à Paris, Höhe 390 mm, circa 1670

Seltene Religieuse im "Hague Stil" mit Halbstunden / Stundenselbstschlag aus ehemals bischöflichem Besitz
Geh.: Nussbaum und Ebenholzfurnier, profiliert, seitliche Sichtfenster, verglaste Front mit vergoldeten Rankenapplikationen, Firstgitter zum Verdecken der Glocke mit zentraler Kartusche und flankierenden Putti. Ziffbl. : Zifferblatttafel mit aufgelegtem vergoldeten Messingziffernring mit eingelegten radialen röm. Stunden auf blauem Samtfond. Vergoldete Blütenapplikationen in den Zwickeln, montiertes mit Blütengirlanden verziertes Signaturschild vor Öffnung für Pendelkontrolle. Werk : Rechteckform Messingwerk 110 x 86 mm, signiert, großes Federhaus, Schlossscheibe, Spindelhemmung, Schlüsselaufzug, Zykloidenbacken.

Der Giebel trägt ein Bischofswappen mit geflügeltem Löwen und der Umschrift "Semper ad sydera tendam" (Ich möge immer nach dem Himmel streben).

Balthasar Martinot (1636–1714)
Balthazar Martinot II ist ohne Zweifel der berühmteste Sohn einer großen Uhrmacherfamilie. Er wurde 1636 in Rouen als ältester Sohn von Balthazar Martinot I und seiner Frau Catherine Hubert geboren und starb 1714 in Saint-Germain-en-Laye. Martinot war bereits 1660 in Paris ansässig; er erbte von seinem Schwiegervater Pierre Belon nach dessen Tod den Titel als Uhrmacher der Königin Anna von Österreich und wurde später zum Uhrmacher des königlichen Rates ernannt. Eine Inventaraufnahme im Jahre 1700 offenbarte, dass Martinot den umfangreichsten Lagerbestand an Großuhren in ganz Paris besaß; fünf Jahre zuvor hatte er bereits mit seinem Kollegen Nicholas Gribelin eine großartige Verlosung von Uhren am Hofe organisiert. Martinot zählte die wichtigsten Mitglieder der Gesellschaft wie König Ludwig XIV. und den Dauphin sowie viele der wohlhabendsten Aristokraten zu seinen Kunden. Die Uhren Martinots sind heute in den berühmtesten Museen der Welt zu sehen; darunter sind der Louvre, das Musée de Cluny und das Musée de Pau sowie das Victoria and Albert Museum in London.
Quelle: Tardy, "Dictionnaire des Horlogers Francais", Paris 1972, Seiten 442ff.
Schätzpreis  3.500 - 5.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

×
Einem Bekannten senden ...

An folgende Adresse senden: (*)

Meine Nachricht:
Meine E-Mailadresse (*)


×
Gebot abgeben für
Mindestgebot: 3500 €
Ihr Höchstgebot (100 € - Schritte)

Bitte nur 100er Schritte

 Benachrichtigen Sie mich, wenn ich überboten werde.

Sie geben hiermit ein verbindliches Gebot für diese Position ab!