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166
Katalog Nr. 166
Schätzpreis  35.000 - 50.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Nicolas Gribelin à Paris, 78 mm, 585 g

, circa 1685

Außergewöhnlich seltene Louis XIV "Oignon" Spindeltaschenuhr mit Viertelstundenrepetition im originalen

lederbezogenen Transportgehäuse mit aufgelegter silbernen Ziergoldnageldekoration - es handelt sich hierbei um das vermutlich größte existierende "Oignon"
Geh.: Silber, randseitig durchbrochen gearbeitet, Bodenglocke. Ziffbl.: Email. Werk: Vollplatinenwerk, Kette/Schnecke, 1 Hammer, Spindelhemmung, obenliegendes Gesperr, dreiarmige Stahlunruh.

Das Silbergehäuse ist am Rand durchbrochen gearbeitet und verziert mit gravierten Ranken, Vögelköpfen, Maskarons und zwei ovalen Medaillons mit Profilansichten zweier Männer. Die Rückseite ist glatt und birgt die Glocke für die Repetition. Die römische Stundenanzeige auf dem weißen Emailzifferblatt ist aus blauem Email, die gebläuten Zeiger sind "Poker & Beetle"-Zeiger. Das mächtige Vollplatinenwerk ist feuervergoldet und besitzt ägyptische Pfeiler und eine beeindruckend große Louis XIV Unruhbrücke mit feinsten Gravuren und Dekor aus Ranken, Phantasievögeln und Maskarons, korrespondierend zum Außendekor des Gehäuses. In einem feinst gravierten Federhaus befindet sich der Repetiermechanismus.

Vorliegendes, ungewöhnlich großes "Oignon" ist ein herausragendes Beispiel für das Können Nicolas Gribelins, der als einer der besten Uhrmacher des späten 17. Jahrhunderts gilt. Die Gravur des Gehäuses und der Unruhbrücke scheinen auf der Grundlage des von Pierre Bourdon herausgegebenen und in E. Gelis, "L'Horlogerie Ancienne", reproduzierten Entwürfe für Uhrmacher zu sein. Die Gravur und das durchbrochen gearbeitete Dekor am Gehäuserand ist besonders fein und detailliert, feiner als Uhren halber Größe, ebenso wie die fein geschwungenen, silbernen Gesperrhalterungen.

Nicolas Gribelin wurde 1637 als Sohn des Uhrmachers Abraham Gribelin in Blois geboren und war gegen Ende des 17. Jahrhunderts einer der berühmtesten Uhrmacher seiner Zeit. Er wurde 1674 zum Horloger de Monsieur le Dauphin, des Sohnes von Ludwig XIV, ernannt und 1675 als Meister im Faubourg St. Germain empfangen. Für die Gehäuse seiner Großuhren arbeitete Gribelin oftmals mit Andre Charles Boulle zusammen. Als die Uhren des Dauphin 1689 inventarisiert wurden, besaß er vier Uhren von Gribelin. Gribelin starb 1719; viele seiner Werke sind heute in Museen zu bewundern.
Quelle: Tardy, "Dictionnaire des Horlogers Francais", Paris 1972, S. 274
#48573
Geh.: sehr gut, Beulen
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig


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