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Katalog Nr. 265
Katalog Nr. 265
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Abraham Tappy met previlege tot Veere en Goes

, Werk Nr. 312, Geh. Nr. 312, 51 mm, 105 g, circa 1770

Bedeutende Doppelgehäuse-Taschenuhr mit Datum, früher Zylinderhemmung und beidseitig drehbarem Schlüsselaufzug im Repoussé Gehäuse, "Aeneas und Venus" und korrespondierendem Chatelaine mit Petschaft und Schlüssel sowie einem Modell der Spindel mit innenliegendem Planetengetriebe


Geh.: Außengehäuse - Silber, Repoussé-Dekor. Innengehäuse - Silber, glatt, signierte Werkschutzkappe. Ziffbl.: Email. Werk: Vollplatinenwerk, Kette/Schnecke, Schnecke mit innenliegendem Planetengetriebe für beidseitigen Aufzug , dreiarmige Stahlunruh.

Von Abraham Tappy, einem aus dem Kanton Waadt stammenden Uhrmacher (1735-1773), der seine letzten zehn Lebensjahre in Holland verbracht hat, sind nur wenige Uhren erhalten geblieben.
Tappys Uhren zeichnen sich durch verschiedene außergewöhnliche technische Lösungen aus. Eine der interessantesten ist der Aufzug mittels Schlüssel, der in beiden Drehrichtungen möglich ist.
Tappy hatte seine Ausbildung zum Uhrmacher in London absolviert, und er pflegte zeitlebens enge Kontakte zu England. Von dort bezog er auch Rohwerke und einzelne Komponenten. Er kannte die vom englischen Uhrmacher Thomas Moore erstmals angewandte Lösung des beidseitigen Aufzugs. Dieser bot Gewähr, dass die Uhr beim Aufziehen in der "falschen" Drehrichtung nicht Schaden nehmen konnte. Böse Zungen behaupteten allerdings, die Konstruktion sei bloß gewählt worden, um die Uhr vor unsachgemäßer Behandlung durch Besitzer zu schützen, die infolge Trunkenheit nicht mehr in der Lage waren, rechts von links zu unterscheiden.
Die damals gängigen Taschenuhren waren mit Spindelhemmung ausgerüstet. Versuche zur Weiterentwicklung der Hemmung verliefen recht zögerlich, und die Fertigung der dazu benötigten Einzelteile war schwierig und kostspielig. Bei der ursprünglich für Spindelhemmung konzipierten Uhr Nr. 312 setzte Tappy eine frühe Variante der Zylinderhemmung ein. Dazu musste er das Werk entsprechend modifizieren. Der angestrebte Vorteil einer besseren Ganggenauigkeiten musste mit höherem Verschleiß erkauft werden.
Neue Wege beschritt Tappy auch bei der Auslegung des Getriebes, wo er versuchte, möglichst viele Zahnräder mit gleicher Anzahl Zähne zu verwenden. Damit ließen sich die Fertigungskosten senken.
Die von Abraham Tappy gebauten Taschenuhren sind bemerkenswerte Zeugen der technischen Entwicklung. Der kommerzielle Erfolg blieb ihrem Erbauer leider versagt.
Quelle: Chronometrophilia Nr. 77, Ausgabe Sommer 2015

Diese Uhr ist ausführlich beschrieben in: Tijdschrift Nr. 13/3, Ausgabe September 2013, Seite 24-32 und Tijdschrift Nr. 13/4, , Ausgabe Dezember 2013, Seite 4-19.
#51088
Geh.: sehr gut, Beulen, abgenutzt
Ziff.: sehr gut, leichte Kratzer
Werk: sehr gut, gangfähig, Reinigung empfohlen

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