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<406>
Katalog Nr. 406
Katalog Nr. 406
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Auguste Wolff à Paris, Höhe 470 mm

, circa 1790

Bedeutende, frühe "Pendule Au Bon Sauvage" aus vergoldeter und patinierter Bronze mit Halbstunden/Stundenschlag


Geh.: weißer Marmor, Bronze, feuervergoldet und patiniert, teilweise poliert. Ziffbl.: Email. Werk: rundes Messing-Vollplatinenwerk, 1 Hammer / 1 Glocke, Hakenhemmung, Schlossscheibe, Kurzpendel mit Fadenaufhängung.

Das große, runde Emailzifferblatt mit röm. Stunden und arab. Minuterie ist in einem trommelförmigen Gehäuse untergebracht und sitzt auf einem konkav geformten Sockelaufbau. Das Zifferblatt mit breiter perlstabverzierter Lunette wird flankiert von zwei lebhaft gestikulierenden Putti aus schwarz patinierter Bronze. Beide tragen einen Lendenschurz aus goldfarbenen Federn, der linke zusätzlich einen goldenen Federhut. Sie sitzen auf einem naturalistisch geformten, gold patinierten Boden mit Wurzeln und Baumstümpfen. Bekrönt wird das Uhrengehäuse mit einem dritten, mit goldenen Federn geschmückten Putto. In lässiger Haltung sitzt er auf einem Baumstumpf, sein Blick schweift in die Ferne, in der linken Hand hält er einen goldenen Speer.
Die Komposition ruht auf einem goldenen Sockel und einer weißen Marmorplinthe in Form eines querliegenden, an den Seiten abgerundeten und gestuften Ovals mit leicht vortretendem Mittelteil und applizierten Reliefornamenten in Gestalt von Blüten, Akanthus, Lorbeerranken und Girlanden, getragen von sechs kreißelförmigen, vergoldeten Füßen mit Blattdekoration.

Besonders wirkungsvoll heben sich die schwarz patinierten Figuren von der goldenen Fassung des Gehäuses und dem weißen Marmor ab. Ein interessanter, kontrastreicher Effekt, den die Bronzegießer der damaligen Zeit gerne einsetzten, um eine besondere Ästhetik zu erzielen.

Das vorliegende Werk ist ein sehr frühes Beispiel einer "Pendule Au Bon Sauvage", dessen figürliche Darstellung ganz in der Tradition der bildenden Kunst steht. Die Darstellung der lebhaften Puttifiguren folgt ganz dem Ideal der europäischen Plastik und waren bereits in der Antike bekannt. Nur die schwarz patinierte Haut und die mit Goldfarbe in Szene gesetzten Attribute, wie Federkrone, Lendenschurz oder Speer, reichen aus, um den Eindruck des Exotischen hervorzurufen und die niedlichen, nackten Knabenfiguren als "Edle Wilde" zu charakterisieren.
#51131
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig

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