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133
Katalog Nr. 133
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Schätzpreis  19.000 - 25.000 €
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Henri Motel, Horloger de la Marine, Dépôt de la Marine

, Werk Nr. 262, 155 x 170 x 160 mm, circa 1849

Französisches Schiffschronometer mit Wippenchronometerhemmung nach Berthoud, verkauft am 1. Juni 1849 an das Dépôt de la Marine für 2400 Francs


Geh.: Mahagonikasten. Ziffbl.: versilbert. Werk: Messingwerk, Kette/Schnecke, bimetallische zweiarmige Chronometerunruh mit 2 verschiebbaren Gewichten, 2 Schrauben und Hilfskompensation, gebläute zylindrische Unruhspirale.

Henri Motels Chronometer mit der Werknummer 262 stammt aus einer seiner späteren Baureihen und ist baugleich mit den Nachbarmodellen 261 und 263; wie diese wurde es für jeweils 2400 Francs an das Dépôt de la Marine verkauft. Allerdings erfuhr das vorliegende Chronometer zwanzig Jahre später durch H. Charbonnier, Schüler an der Ecole Imperial d'Horlogerie de Cluses einen Umbau der Unruh und der Unruhfeder: Er ersetzte die Originalteile durch eine Unruh mit Hilfskompensation nach Art von Poole. Auch die Signaturen auf Werk und Zifferblatt änderte er; auf dem Zifferblatt wurde dies im Laufe der Zeit rückgängig gemacht. Alles andere, insbesondere die Wippenchronometerhemmung blieben im Originalzustand erhalten. Im Übrigen brachte eine Untersuchung der Aufzugsfeder die Signatur des Federmachers Bourquin und die Datierung 1846 zu Tage, was die Übereinstimmung mit der Motel'schen Nummer 262 erwies.

Jean-François Henri Motel (1786-1857) wurde am 31. Dezember 1786 in Margny-Lès-Compiègne geboren und gilt als der bekannteste unter Berthouds Schülern. Sein Vater Louis Nicolas Motel war Bauer und Besitzer eines Wirtshauses. Henri ging ab 1794 zuerst zur Schule in Prytanée und dann als Internatsschüler an die Ecole des Arts et Métiers in Chalons; 1806 erhielt er die Qualifikation eines "Anwärters" und wurde ausgewählt, sich in Paris auf Staatskosten in der Uhrmacherkunst ausbilden zu lassen; sein Lehrer sollte Louis Berthoud sein, der Uhrmacher der Flotte. Motel hatte seine Ausbildung bei Berthoud kaum beendet als Berthoud im September 1813 plötzlich starb. Seine Witwe bat Motel, Berthouds Werkstatt weiterzuführen und seine Söhne weiter auszubilden. Im August 1819 heiratete Motel dann Louise Elisabeth Herbet und ließ sich 1823 in der Rue de l'Abbaye nieder. 1827 präsentierte er seine Werke zum ersten Mal und erhielt von der Jury eine Silbermedaille für seine Chronometer und astronomischen Uhren, sowie die Anmerkung "... niemand führt die Zeitnahme so präzise durch wie Motel."
Quelle: Jean-Claude Sabrier, "Longitude at Sea in the time of Louis Berthoud and Henri Motel", Genf 1993, S. 593ff.
#52289
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig, Reinigung empfohlen

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