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216
Katalog Nr. 216
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Schätzpreis  2.200 - 5.000 €
Realisierter Preis 3.000 €
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Francois Ducommun à la Chauxdefonds, 159 mm, 356 g

, circa 1825

Seltene Schweizer Äquinoktial-Ringsonnenuhr


Meridianring: Messing, umlaufender Beschlag mit Aufhängung, gravierte Breitenscala von 0°-90°, signiert. Equatorialring: Messing, signiert, graviert, Vorderseite mit 24h Einteilung mit eingelegten röm. Zahlen. Brücke: gravierte Skala mit Symbolen von Tierkreiszeichen, auf der rückwärtigen Seite gravierte französische Monatsnamen, Schieber mit Sonnenöhr.

Francois Ducommun (1763-1839)
François Ducommun-dit-Boudry wurde 1763 als Sohn von Offizier und Uhrmachermeister Abraham Ducommun-dit-Boudry und Marie Anne Robert geboren. Er war ein Enkel von Josué Robert, Uhrmachers des Kg. von Preussen. Er ist ein Mitglied der berühmten Uhrmacherdynastie Ducommun, er heiratete am 1. April 1786 Julie Dubois in Les Planchettes. Aus dieser Ehe stammte Nestor Ducommun-dit-Boudry (1787-1843), welche der Großvater wurde von Uhrenfabrikant Paul-Louis Ducommun-dit-Boudry. Francois Ducommun spezialisierte sich auf die Anfertigung von Planetarien. Im Museum Beyer in Zürich kann man heute noch eine Uhr mit dem Namen Copernic bewundern, die auf ihn zurückzuführen ist. 1998 restaurierte Michel Parmigiani ein Planetarium von François Ducommun-dit-Boudry für das Castello Sforzesco Museum in Milan. François Ducommun-dit-Boudry verstarb am 13. Juni 1839 in La-Chaux-de-Fonds.

Die Äquinoktial-Ringsonnenuhr
Der Äquinoktial-Ringsonnenuhr ist die Uhr des Seefahrers und Bestandteil jeder Inventarliste von Navigationsgeräten. Man kann mit ihm die Zeitprobleme für alle Breiten ebenso lösen, wie eine ganze Reihe von Navigationsaufgaben.
Die Ringsonnenuhr kam in der ersten Hälfte des 17. Jahrunderts auf und fand bald rasche Verbreitung, da sie stabil und zusammenklappbar leicht zu transportieren war. Der auf den Pol ausgerichtete Zeiger ist hier durch einen rechteckigen Streifen mit Mittelschlitz ersetzt, der schräg in einem vertikal aufzuhängenden Ring eingesetzt ist. Der Neigungswinkel des Schiebers entspricht der Polhöhe, so dass wenn der Ring in der Meridianebene hängt, der Streifen zur Erdachse parallel ist. Im Mittelschlitz befindet sich ein gelochter Schieber. Er wird je nach Sonnenhöhe am Tag der Messung längs einer Skala verschoben. Ein zweiter Ring, der senkrecht zum ersten steht und dementsprechend der Äquatorebene parallel ist, trägt die Stundenmarkierung. Wenn das Instrument ausgerichtet ist, fällt durch das kleine Loch im Schieber ein Sonnenstrahl auf den inneren Ring und weist so die Zeit. Umgekehrt weiß man, dass das Instrument genau ausgerichtet ist, wenn der Lichtstrahl auf den Innenring fällt. Man braucht also keinen Kompass.
Quelle: Samuel Guye / Henri Michel, "Uhren- und Messinstrumente des 15. bis 19. Jahrhunderts", S. 251.
Jean Randier, "Nautische Antiquitäten", Bielefeld 1973, S. 103.
#52349
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