Hilfe
Antoine Salmon zugeschrieben/attributed to
 
Katalog Nr. 455*
Katalog Nr. 455*
Teilen

Extrem seltene Singvogeldose mit Automat, Uhrwerk, Wecker und Musikspielwerk in ihrer originalen, mit rotem Samt ausgeschlagenen Schatulle
Schätzpreis  6.000 - 10.000 €

Realisierter Preis 12.400 €
Aus der letzten Auktion!
Merkmale
Gehäuse
Messing, vergoldet, polychrome Emailplakette, Drücker für Start/Stopp Funktion und manueller Singvogelauslösung, vier kreiselförmige Füße.
sehr gut.
Zifferblatt
Versilbert, arab. Zahlen, gebläute Stunden- und Minutenzeiger, vergoldeter Weckerzeiger.
sehr gut.
Werk
Automatenwerk: Rechteckformwerk, Vollplatine, Federhaus, rechteckiger Blasebalg. Musikspielwerk: Stiftenwalze, Sektionalkamm mit ca. 60 Tonzungen, zweiarmige Fliehkraftbremse. Uhrwerk: Formwerk.
sehr gut, gangfähig, Reinigung empfohlen.
Geh.-Nr.
832
Maße
100 x 64 x 60 mm
circa
1930
Gewicht
687 g
Land
Swiss
Beschreibung

Das vergoldete Messinggehäuse hat eine außergewöhnliche Rechteckform mit einem Reliefband aus vergnüglichen Putti, die mit Blumenranken und Kränzen posieren. Das mit gravierten und ziselierten Blütenbändern verzierte Oberteil ist eingefasst von einem Rahmen aus Eierstab. Im Zentrum befindet sich ein emaillierter Sprungdeckel mit Miniaturmalerei des 1866 entstandenen liegenden Aktes "Frau mit Papagei" von Gustave Courbet (1819-1877). Wenn das Werk aufgezogen ist, öffnet sich der Sprungdeckel und ein zwitschernder Vogel mit rotierendem Körper erhebt sich von einem vergoldeten, durchbrochen gearbeiteten Gitter empor. Der Vogel hat ein bunt schillerndes, perfekt akzentuiertes Gefieder: leuchtend rot, azurblau, smaragdgrün und dunkel geflecktem Braun. Auf der Vorderseite befindet sich das ovale Uhrwerk mit versilbertem Zifferblatt, gestreckten arabischen Ziffern und gebläuten Zeigern, sowie einem vergoldeten Weckerzeiger. Alle Funktionen werden von der Unterseite aus eingestellt und mit eingebauten Schlüsselaufzügen separat aufgezogen. Auf der rechten Seite befinden sich zwei Drücker zum Starten und Stoppen des Singvogels.
Zwei weitere Antoine Salmon zugeschriebene Singvogeldosen mit ähnlicher Ausstattung und demselben Reliefdekor sind beschrieben und abgebildet in: "Flights of Fancy - Mechanical Singing Birds" von Sharon und Christian Bailly, S. 369 und 370.
Antoine Salmon (circa 1876-1951) war ursprünglich Franzose, hatte sich aber schon früh in Genf niedergelassen. Er wohnte in der Rue des Buis, mitten im Uhrmacherviertel Pâquis. Er litt sehr unter der Wirtschaftskrise von 1930-1936, die durch die Ereignisse von 1938/39 noch verschärft wurde und ihm alle Hoffnung auf eine Besserung des Geschäfts zunichte gemacht hatte. Im Jahr 1942 gab er zu: "Ein sehr kleiner Auftrag aus Amerika hält mich in diesen Tagen auf Trab, aber danach wird zweifellos wieder Ruhe in meiner Voliere herrschen".
Leider hat Salmon nur sehr wenige seiner Stücke signiert.
Quelle: "Flights of Fancy - Mechanical Singing Birds" von Sharon und Christian Bailly, S. 370.

×
Einem Bekannten senden ...

An folgende Adresse senden: (*)

Meine Nachricht:
Meine E-Mailadresse (*)


×
Gebot abgeben für Antoine Salmon zugeschrieben/attributed to
Mindestgebot: 6000 €
Ihr Höchstgebot (100 € - Schritte)

Bitte nur 100er Schritte

 Benachrichtigen Sie mich, wenn ich überboten werde.

Sie geben hiermit ein verbindliches Gebot für diese Position ab!