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Auktionen Dr. Crott 87. Auktion

72 James Cox zugeschrieben / Patry & Chaudoir à Genève, Werk Nr. 3806, Höhe 260 mm, circa 1775 / 1795 Hochfeines, sehr seltenes Miniaturkabinett mit eingelassener Uhr und original achatgeschmücktem Uhrenschlüssel für den chinesi- schen Markt Geh.: Achat, allseitig getriebene 20Kt Gold Rokokobeschläge und Montie- rungen. Der Unterbau, geformt wie ein Tisch aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, auf Bocksfüßen mit Voluten-, Akanthus- und Muschelwerkbeschlägen mit Schublade zum Aufbewahren des Uhrenschlüssels. Doppeltüriger Schrankaufbau mit abgeschrägten Ecken auf Volutenfüßen mit figuralen Goldbeschlägen: auf der linken Türhälfte Erato, die Liebevolle, Muse der Liebesdichtung, mit der Kithara als Attribut; auf dem rechten Türflügel Diana, die Göttin der Jagd, mit Pfeil und Bogen. Die vier Ecken mit Urnenbekrönung. Reich mit Voluten verzierter Aufbau mit Uhrwerk und Urnenbekrönung. Im Inneren des Schranks zwei reich verzierte Eckkon- solen und ein Haken. Auf der Rückseite scharniertes Werkschutzgitter mit graviertem Rankendekor und bekröntem Wappen mit springendem Hirsch und Wagenrad. Zffbl.: Email, radiale röm. Zahlen, Louis-XVI-Zeiger. Werk: Vollplatinenwerk, Schlüsselaufzug, vergoldet, aufgelegte Zierele- mente, Kette/Schnecke, Spindelhemmung, dreiarmige Messingunruh, feinst floral gravierter, durchbrochen gearbeiteter Unruhkloben. Patry & Chaudoir sind als Uhrmacher in Genf in der Zeit zwischen 1791 und 1795 verzeichnet. Die Werke von Cox sind in einer Art gehalten die es gestattet, ihm einige unsignierte Werke mit größerer Bestimmtheit zuzuschreiben als manche der exotischeren Automaten. Die Necessaires und Schmuckkästchen von Cox mit ihren fast symmetrischen Goldbeschlägen im Rokoko-Stil auf den feinen Achatpaneelen sind charakteristisch für ihn; nur selten stellte er Tiere oder Menschen in den Beschlägen dar, obwohl er Tiere und Märchen- wesen für seine Karyatiden und Sockel seiner Werke verwendete. Diese Art von Beschlagwerk ist natürlich nicht auf James Cox beschränkt und es ist eine gewisse Vorsicht bei der Zuordnung der Werke geboten, aber es gibt mehrere unsignierte Stücke, die in ihrem Stil doch stark auf seine Handschrift hinweisen. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Cox diese Stücke nicht selbst hergestellt hat, sondern sie bei ausgewählten Werkstätten geordert hat; daher repräsentieren diese Stil-Übereinstim- mungen sowohl Cox‘ eigenen Geschmack und seine Vorstellung von dem, was sich gut verkaufen würde, wie auch die artistische Kreativität und das handwerkliche Können der Hersteller bei denen Cox diese Stücke bestellte. Quelle: English Clocks for the Eastern markets von Ian White, Witney, Oxford 2012, S. 165 Ebenso wie unser Exemplar ist das Stück im Walters Museum mit einer Uhr ausgestattet, die nicht von Cox hergestellt wurde. Es gibt eine ganze Zahl von Werken, die zwar die Handschrift von Cox tragen, jedoch Uhren von anderen Uhrmachern verwenden; die Uhren könnten natürlich zu einem späteren Zeitpunkt als Ersatzstücke eingebaut worden sein, es gibt jedoch noch eine andere mögliche Erklärung dafür. Ursprünglich war Cox Großhändler für Schmuckwaren, der Juweliere und Händler mit Edelsteinen und anderen Materialien belieferte und auch als er sich der Herstellung der großen Musik- und Automatenuhren für den Export, besonders in den Osten, zuwandte, versuchte Cox sein Großhandelsunternehmen weiterzuführen; es könnte sein, dass er daher einige seiner Arbeiten an andere Werkstätten vergab, um sie dort fertigstellen zu lassen. Nachdem Feinste Goldschmiedekunst und Emailmalerei für den kaiserlichen Hof in China Exquisite work of a goldsmith enamel painting for the Chinese imperial court

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