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Auktionen Dr. Crott 88. Auktion

248 Pierre André Montauban, Paris / J. Parent, Paris, 65 x 83 x 20 mm, circa 1813 Museale goldene Schnupftabakdose mit Miniaturen Maria Stuarts, Königin von Schottland und vermutlich James Stewarts, 4. Duke of Lennox, Royalist und Nachkomme Maria Stuarts Geh.: 18Kt Gold, zwei Pariser Garantiestempel für Gold 1809 - 1819 und 1819-1839, drei Pariser Goldstempel für 18Kt Gold 1809-1819, 1819-1838 und 1847-1919. Signatur auf dem Gehäuserand: “Montauban Quai des Orfevres No. 54”. Rechteckige Dose mit abgerundeten Ecken, allseitig dekoriert mit Blüten- und Rankendekor auf Sablé Grund, die Seiten jeweils mit guillochiertem geometrischen Dekor im Zentrum, die abgerundeten Ecken mit Kanne- luren. Auf dem Deckel und Boden jeweils ein hochrechteckiges Gouache Miniaturportrait auf Elfenbein unter Glas. Auf der Vorderseite Darstellung der Königin von Schottland, Maria Stuart im roten, perlenbestickten Kleid mit weißer Haube und Umhang. Ihre linke Hand ruht auf einem mit grünem Samt bedeckten Tisch, auf dem zwei Königskronen und ein Zepter drapiert sind. Links die Königskrone des Königreichs Frankreich, rechts die Königskrone des Königreichs Schottland. Auf der Rückseite vermutlich das Portrait von James Stewart, 4. Duke of Lennox (1612-1655), Träger des Hosenbandordens in rotem Kilt und Federhut. Er steht auf einer mit Eichenlaub bewaldeten Anhöhe, seine rechte Hand in die Hüfte gestemmt, seine Linke leicht vom Körper gespreizt. Im Hintergrund erkennt man eine Festungsanlage und auf dem Meer schwimmende Segelschiffe. Beide Miniaturen sind signiert: “Parent 1813 de Naples”. Pierre André Montauban Montauban wurde am 22. September 1763 in Paris geboren; es gibt jedoch keine Hinweise darauf dass er vor 1800 dort tätig war. 1800 ließ er dann ein postrevolutionäres Zeichen als Juwelier und Polsterer unter der Adresse 30 Quai des Orfèvres eintragen. Als Polsterer war er darauf spezia- lisiert, Miniaturen oder andere Täfelchen auf Golduntergrund aufzuziehen oder noch öfter sie auf goldüberzogene Schildpattdosen aufzubringen. Wie die wenigen anderen Hersteller von Golddosen seiner Zeit arbeitete er anscheinend sowohl selbständig wie auch als Lieferant von Dosen an Händler wie zum Beispiel Gibert; er stellte vor allem Präsentationsdosen her, zuerst für den kaiserlichen Hof und nach der Restauration für die königlichen Familien. J. Parent Parent, der ein wichtiger Miniaturmaler am Hofe Napoleons war, malte zahlreiche Miniaturen des Kaisers und seiner Generäle. Seit 1804 war er in Paris als Juwelier niedergelassen. Parent ist insbesondere für seine hochwertigen Tabatieren, vielfach mit Schildpatt und Gold gefertigt, berühmt. Zahlreiche seiner Dosen befinden sich im Louvre in Paris und in der Eremitage in St. Petersburg. Maria Stuart, Königin von Schottland (1542-1587) Maria Stuart wurde als Mary Stewart geboren. Sie war vom 14. Dezember 1542 bis zum 24. Juli 1567 als Maria I. Königin von Schottland sowie durch ihre Ehe mit Franz II. von 1559 bis 1560 auch Königin von Frank- reich, sie entstammte dem Haus Stuart. Da Schottland zur Zeit ihrer Geburt von politischen und religiösen Unruhen erschüttert war, wurde Maria Stuart im Kindesalter nach Frankreich gebracht und an der Seite ihres künftigen Ehemanns Franz II. erzogen. Durch den frühen Tod von König Franz II. wurde sie bereits im Alter von 17 Jahren zur Witwe und kehrte nach dem langjährigen Aufenthalt in Frankreich 1561 nach Schottland zurück. Dort gelang es ihr nicht, die zahlreichen Spannungen unter den konkurrierenden Adels- familien zu befrieden. Nach der Ermordung ihres zweiten Gemahls Lord Darnley im Februar 1567, an der ihr Mittäterschaft angelastet wurde, geriet sie innenpolitisch verstärkt unter Druck, infolgedessen sie im Juni 1567 im Loch Leven Castle gefangengesetzt wurde und zugunsten ihres Sohnes Jakob I. abdanken musste. Nach ihrer Flucht und einer gleich darauf verlorenen Schlacht im Mai 1568 ging sie ins Exil nach England. Ihre zweite Lebenshälfte war geprägt von einem fortwährenden Konflikt mit Königin Elisabeth I., der sich unter anderem auf einen Anspruch auf den englischen Königsthron zurückführen ließ. Nachdem Maria Stuart verdächtigt worden war, an einem geplanten Attentat auf die englische Königin beteiligt gewesen zu sein, wurde sie wegen Hochverrats 1587 hingerichtet. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Stuart, Stand 29.09.2013. James Stewart, 4. Duke of Lennox (1612-1655) Er war ein schottischer Adliger aus der Familie Stewart. James war ein Sohn des Esmé Stewart, 3. Duke of Lennox und dessen Gemahlin Catherine Clifton, Baroness Clifton. Er folgte seinem Vater 1624 als Duke of Lennox. Er war seit 1633 Privy Counsellor und Träger des Hosenband- ordens und vier Jahre später erbte er, nach dem Tod seiner Mutter, den Titel eines Lord Clifton. Er bekleidete von 1640 bis 1642 das Amt des Lord Warden of the Cinque Ports und war seit 1641 Lord Steward of the Household. 1645 wurde er Präsident des Councils des Prince of Wales. 1641 wurde James zum Duke of Richmond erhoben, der Titel war schon seinem Onkel Ludovic verliehen worden, mit dessen Tod aber wieder erloschen. Während des englischen Bürgerkriegs kämpfte James auf Seiten der Royalisten. Er wurde in der Westminster Abbey bestattet. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/James_Stewart,_4._Duke_of_Lennox, Stand 29.09.2013.

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