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Auktionen Dr. Crott 90. Auktion D

246 Josef Cajetan Rasp, München, Durchmesser 365 mm, datiert 1731 Bedeutende, museale, astronomische Telleruhr mit zahlreichen Indikationen und anaphorischer Stern- scheibe mit 88 Sternbildern und Planetengetriebe - es handelt sich hierbei um die bedeutendste von insgesamt drei bekannten Uhren von Josef Cajetan Rasp und die einzige außerhalb eines Museums Zffbl.: Kupfer, reich graviert, auf die Rückseite montierte, mit Ranken gravierte Eisenplatte, signiert, röm./arab. Zahlen, 5 Eisenzeiger. Zifferblatt auf dem Prinzip des Astrola- biums aufbauend mit Bewegungen von Sonne, Mond und Sternenhimmel. Der Zifferblattfond zeigt die anaphorische Sternscheibe mit 88 Sternbildern. Exzentrischer Stunden- kreis mit zweimal 12-Stunden Aufteilung als 24-Stunden Zeitzonen-Anzeige bildet die Horizontlinie für 48 Grad. Äußerer Ziffernring mit 48 Städten zur Anzeige der dortigen Sonne im Zenit, röm. Ziffernring mit zweimal “1-12”, äußere 60 Minuten Einteilung, Signaturschild. Ablesemöglichkeit der wahren Sonnenzeit, der mittleren Sonnenzeit, Lunation, Sternenzeit, Zodiak, 24 Zeitzonen, Frühjahrs- und Herbstbeginn. Werk: rechteckiges Messing- Vollplatinenwerk, runde Werkspfeiler, feststehendes Federhaus, differo-epizyklischem Planetengetriebe, Haken- hemmung nach Clement, Kurzpendel. Insgesamt sind von Josef Cajetan Rasp nur drei Exemplare bekannt. Zwei weitere Uhren befinden sich im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und im Stadtmuseum München. Nach der Inschrift auf dem Ziffernblatt liegen dieser astrol- ogischen Uhr Tabellen von Giovanni Battista Riccioli (1598- 1671) zugrunde. Sie wurden 1687 begonnen und wurden bis 1700 weitergeführt. Giovanni Battista Riccioli Riccioli war ein italienischer Theologe und Astronom, 1614 trat er in den Jesuitenorden ein. Er lehrte lange Zeit an den Universitäten in Parma und Bologna, bevor er sich ganz der Astronomie zuwandte. Quelle: Wikipedia “Die freie Enzyklopädie” - “Riccioli”, http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Riccioli, Stand: 20.02.2009 Diese Uhr ist abgebildet und ausführlich beschrieben in: - Klaus Maurice “Die deutsche Räderuhr”, Band 2, München 1976, S. 91f, Abb. 763. - Klaus Maurice “Die Uhrmacher in München”, in “Uhren - alte und moderne Zeitmessung”, Ausgabe 4, August 1989, München 1989, S. 16ff. - Hans von Bertele “Eine barocke Sternuhr mit moderner Sternhimmeldarstellung” in “Die Uhr”, Nr. 7, München 1968, S. 103-110. 39431 G: 2, 8 Z: 2, 8 W: 2, 8, 41, 51 42.000 - 48.000 EUR 52.500 - 60.000 USD 420.000 - 480.000 HKD

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