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Auktionen Dr. Crott 90. Auktion D

251 I.S.W., Breslaw (Breslau), Höhe 570 mm, circa 1630-1650 Hochbedeutende, astronomische Türmchenuhr mit Viertelstunden-/ Stundenselbstschlag Geh.: Messing, feuervergoldet, ebonisierter, profilierter, späterer Holzun- terbau mit zwei Schubladen. Profilierter Sockel, glatte Wandung, Korpus mit vier dorischen Ecksäulen, rechteckiger Aufbau mit obeliskförmigen Balustern und umlaufender Balustrade. Rechteckiger Glockenturm mit Pilasterbalustrade für zwei Glocken und zentralem Dachreiter mit Glöckchen und Engelsverzierung, flankiert von zwei Vasen. Durch- brochen gearbeiteter Obelisk als Bekrönung. Linkes Seitenpanel, aussen monogrammiert “I.S.W.”, innen graviert “Israel.Stosch Breslaw”; rechtes Seitenpanel aussen monogrammiert “I.S.W.”, innen graviert “GOT UND DEM HOCHLÖBLICHST ERTZHAUSE ZU ÖSTERREICH HEINRICH FREIHERR VON BIBRAN”. Zffbl.: Frontseite - äußerer vergoldeter Ziffernring für Anzeige der Minute von “1-60”, versilbertes Zifferblatt mit äußerem Ziffernring, der in zweimal 12 Stunden aufgeteilt ist und somit das 24 Stunden Zifferblatt mit gravierten röm. Zahlen markiert. Innerer Ring mit gravierten arab. Zahlen für die Anzeige des Datums. Segmentförmiger Ausschnitt für dei Anzeige des Mondalters. Runder Ausschnitt mit hinterlegter, gravierter Mondphasenscheibe. Im Zentrum hochfeine Gravur, figürliche Darstellung der Mondgöttin Luna im Triumphwagen, der von zwei Nymphen über das Firmament gezogen wird. Links unten silbernes Hilfszifferblatt mit polychromen Champlevè Emaileinlagen für Anzeige der Tagesplaneten mit figürlichen Darstellungen. Rechts unten Hilfszifferblatt mit silbernem Ziffernring für die Anzeige des Tierkreiszeichens und deren Länge mit polychromen Champlevè Emaileinlagen, im Zentrum gravierte Scheibe “12 - 19”. Oben links und rechts zwei versilberte Medaillons mit der Darstellung von Phantasievögeln mit polychromen Champlevè Emailein- lagen. Gebläute Stahlzeiger. Zffbl.: Rückseite - aufgelegter vergoldeter Ziffernring, der in zweimal 12 Stunden aufgeteilt ist und somit das 24 Stunden Zifferblatt markiert. Versilberter Ziffernring mit den Angaben der Tierkreiszeichen, der Monatslängen und des Monats. Zentrale vergoldete und gravierte Scheibe mit Schema der Stellung von Sonne, Mond und Planeten sowie Öffnung für Mondphase und Ziffernring für das Mondalter. Vergoldeter Sonnenzeiger welcher den Stand der Sonne im Sternzeichen anzeigt, vergoldeter Mondzeiger welcher das Datum und den Monat anzeigt. Links oben graviertes versilbertes Zifferblatt mit gebäutem Stahlzeiger für die Einstellung von 6 oder 12 Stundenschlag. Rechts oben graviertes versil- bertes Regulierzifferblatt für die Einstellung des Schlagwerkes, gebläuter Eisenzeiger. Rechts unten gravierter versilberter Ziffernring mit römischen Zahlen “1-12”, zentrale vergoldete floral gravierte Weckerscheibe, gebläuter Eisenzeiger. Links unten versilberte, floral gravierte Rosette mit Champlevè Emaileinlagen und zentraler Öffnung für Aufzugsvierkant des Weckwerkes. Linkes Seitenpanel mit versilbertem, floral graviertem Kontrollzifferblatt für Viertelstundenschlag “1-4”, gebläuter Schlangenformzeiger. Rechtes Seitenpanel mit versilbertem, floral graviertem Kontrollziffer- blatt für Stundenschlagwerk “1-6” und “I-XII”, zwei gebläute Schlangen- formzeiger. Werk: schwerer vergoldeter Messingrahmen mit profilierten Ecksäulen, 4 floral gravierte, dekorative Eisenpanelen, eine davon mit Hebel für die Einstellung der Mondphase. Hochkomplexes Werk, in mehreren Ebenen konstruiert, aufgelegte floral gravierte und durchbrochen gearbeitete Dekorationselemente, mit Messingräderwerk, 3 mal Kette und Schnecke für Gehwerk und Schlagwerk mit stählernen Gesperren. Zusätzliches Federhaus für Wecker. Seitliche eiserne Schlossscheiben. Spindelhemmung mit Kurzpendel. Die Gravuren legen nahe, dass es sich hierbei um ein Geschenk handeln könnte, welches Israel Stosch (vermutlich der Vater von Helene von Stosch) an seine Tochter und seinen Schwiegersohn Heinrich Freiherr von Bibran und Modlau (1587-1642) im Jahre 1640 zur Geburt ihres Sohnes Sigismund Heinrich, Freiherr von Bibran und Modlau (1640-1693), überreichte. Eine ähnliche Breslauer Türmchenuhr von Paulus Knust ist abgebildet und beschrieben in H.M. Vehmeyer “Clocks their origin and development 1320-1880”, Band I, Wilsele 2004, Seite 166f. 39775 G: 2, 14, 23 Z: 2, 8 W: 2, 8, 14, 41, 51 125.000 - 140.000 EUR 156.300 - 175.000 USD 1.250.000 - 1.400.000 HKD

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