Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Auktionen Dr. Crott 91. Auktion

Otto Vaenius, Amorum emblemata (1608) 440 439 Des Champs à Paris, Höhe 280 mm, circa 1810  Feine, kleine Directoire-Pendule mit Viertelstunden- / Stundenschlagwerk Geh.: Bronze, feuervergoldet, kreiselförmige Füße, mäanderverzierter Sockel, abgeschrägte Ecken mit kannelierten Pilastern und Blütenbekrönung, verglaste Front mit Perlschnurdekor, Schallöffnungen an den Seiten mit durchbrochen gearbeitetem vergoldeten Ziergitter, hinterlegt mit blauer Seide, guillochierte Lunette, bogenförmiges Oberteil mit Pinienzapfenbekrönung. Zffbl.: Email, arab. Zahlen, signiert, durchbrochen gearbeitete, vergoldete Directoire Zeiger. Werk: rundes Messing-Vollplatinenwerk, Schlüsselaufzug, 2 Hämmer / 2 Glocken, Schlossscheibe, runde Werkspfeiler, 2 Federhäuser, Hakenhemmung, Pendel mit Fadenaufhängung. 40950  G: 2 Z: 2, 32, 33 W: 2, 30, 41  3.900 - 4.900 EUR 4.300 - 5.400 USD 35.100 - 44.100 HKD Konvolut aus zwei Prunkpendulen - Claude Galle, Rue Vivienne à Paris / Thomas, Horloger, Höhe 450 mm, circa 1810 Bedeutende, französische Empire Prunkpendule mit Halbstundenselbstschlag “Amor als Honigdieb” Geh.: Bronze, vergoldet, Darstellung der Venus, seitlich lässig auf dem Uhrwerk sitzend, zu ihrer Rechten die Figur ihres Sohnes Amor nach einem Bienenstich in klagender Suche nach dem Trost seiner Mutter. Flankiert wird die Szene durch einen Bienenkorb links und ein Taubenpaar rechts. Rechteckiger, polierter, vergoldeter Bronzesockel auf vier Krallenfüßen. Zentrales, mattiertes Sockelrelief: Darstellung des kleinen Amor beim Versuch eine Rose abzubrechen. Das Relief wird flankiert von zwei applizierten Rosenstöcken. Zffbl.: Email, verglast, radiale röm. Stunden, signiert, gebläute Breguet-Zeiger, hochfein guillochierte Lunette. Werk: rundes Messing-Vollplatinenwerk, 1 Hammer / 1 Glocke, 2 Federhäuser, Schlüsselaufzug, Schlossscheibe, Kurzpendel mit Fadenaufhängung. Amor als Honigdieb Die dargestellte Szene zeigt den kleinen, naschsüchtigen Amor nach einem seiner Diebeszüge nach Honig. Er wurde von einer Biene gestochen und sucht bei seiner Mutter Venus Schutz und Trost. Diese weist sein Klagen belehrend zurück, er habe nun erfahren, wie schmerzhaft seine Stiche, die er den Menschen durch seine Liebespfeile zufüge, sein können. Das Thema des Honigdiebes findet man bereits während der Antike, in den Idyllen des griechischen Dichters Theokrit. Es wurde viele Jahrhunderte lang immer wieder in verschiedenen Bereichen der Kunst aufgegriffen. Die Vorlage für das Sockelrelief bildet die Darstellung “Armat spina rosas, mella tegunt apes” (“Keine Rose ohne Dornen”) aus dem “Amorum emblemata” von Otto Vaenius (1556-1629). Claude Galle (1758-1815) Galle war ein bekannter Bronzier während der Herrschaft Louis XVI. Sein Atelier befand sich in der Rue du Four, dann in der Rue Vivienne. Im frühen 19. Jahrhundert stattete er viele französische und italienische Paläste aus, darunter den Tuilerienpalast, Fontainebleau und den Grand und Petit Trianon in Versailles. Quelle: C. Plante und R. Garnier, “Designs for Gilt Bronze Objects from the French Restoration 1814-1830”, London, 2002, S. 25f. Eine nahezu identische Uhr ist abgebildet und beschrieben in Elke Niehüser, “Die Französische Bronzeuhr”, München 1997, S. 99f. 40066  G: 2 Z: 2 W: 2, 41, 51  4.500 - 6.000 EUR 5.000 - 6.700 USD 40.500 - 54.000 HKD

Seitenübersicht