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Auktionen Dr. Crott 91. Auktion

576 Henri Motel, Horloger de la Marine Royale, Nr. 107, 160 x 135 x 160 mm, circa 1831  Hochfeines Marinechronometer mit Originalschlüssel und -bedienungsanleitung. Dies ist wohl das am Besten erhaltene existierende Marinechronometer von Henry Motel. Geh.: Mahagonikasten, eingelassenes Messingschild, mit Schiebedeckel und Schauglas, Gehäuseschlüssel, Messing-Kardanikgehäuse. Zffbl.: versilbert, signiert, nummeriert, eingelegte radiale röm. Stunden, kleine Sekunde, gebläute Breguet-Zeiger. Werk: Messingwerk, poliert, Zierschliff, signiert, konische Stahlwerkspfeiler, Kette/Schnecke, Wippenchronometerhemmung nach Berthoud, seitlicher Aufzug, Sekundenstopvorrichtung, bimetallische vierarmige Chronometerunruh mit 4 verschiebbaren Gewichten sowie Gold- und Stahlschrauben, feinjustierbare Spiralhalterung mit 4 Justierschrauben, gebläute konische Unruhspirale, in Kupfer gefasster Deckstein auf Unruh. Anmerkung von David Penney: “Jean-Francois Henri Motel war der beste Schüler Louis Berthouds und erbte sein Unternehmen als Chronometerlieferant der französischen Marine. Weitere Informationen über ihn finden sich in dem Buch ‘La Longitude en Mer à l’heure de Louis Berthoud et Henri Motel’ von Jean- Claude Sabrier: N.B. “...viele französische Schiffschronometer wurden im Nachhinein zu Beobachtungsuhren für die Marine umgearbeitet. Dieses Exemplar ist eines der wenigen, das diesem Schicksal entging; außerdem ist hier auch der Start-/Stop-Mechanismus noch vorhanden, der bei den meisten anderen von Motels Geräten irgendwann entfernt wurde. Da dazu die ursprüngliche signierte und datierte Zugfeder ‘Vincent Juin 1830’ sowie die Gebrauchsanweisung des Herstellers vorhanden sind, handelt es sich hier zweifellos um den besten und authentischsten Chronometer von Motel, der heute noch erhalten ist”. Jean-François Henri Motel (1786-1857) Er wurde am 31. Dezember 1786 in Margny-Lès-Compiègne geboren und gilt als der bekannteste unter Berthouds Schülern. Sein Vater Louis Nicolas Motel war Bauer und Besitzer eines Wirtshauses. Henri ging ab 1794 zuerst zur Schule in Prytanée und dann als Internatsschüler an die Ecole des Arts et Métiers in Chalons; 1806 erhielt er die Qualifikation eines “Anwärters” und wurde ausgewählt, sich in Paris auf Staatskosten in der Uhrmacherkunst ausbilden zu lassen; sein Lehrer sollte Louis Berthoud sein, der Uhrmacher der Flotte. Motel hatte seine Ausbildung bei Berthoud kaum beendet als Berthoud im September 1813 plötzlich starb. Seine Witwe bat Motel, Berthouds Werkstatt weiterzuführen und seine Söhne weiter auszubilden. Im August 1819 heiratete Motel dann Louise Elisabeth Herbet und ließ sich 1823 in der Rue de l’Abbaye nieder. 1827 präsentierte er seine Werke zum ersten Mal und erhielt von der Jury eine Silbermedaille für seine Chronometer und astronomischen Uhren, sowie die Anmerkung “... niemand führt die Zeitnahme so präzise durch wie Motel.” Quelle: Jean-Claude Sabrier, “Longitude at Sea in the time of Louis Berthoud and Henri Motel”, Genf 1993, S. 593ff. 40548  G: 2 Z: 2 W: 2, 41  28.000 - 35.000 EUR 30.900 - 38.500 USD 252.000 - 315.000 HKD

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