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Auktionen Dr. Crott 91. Auktion

602 Bovet, Fleurier, Geh. Nr. 30462, 59 mm, 127 g, circa 1835  Neuwertige Goldemail Herrentaschenuhr für den chinesischen Markt Geh.: 18Kt Roségold, auf der Rückseite polychrom bemaltes Emailmedaillon mit der Darstellung eines chinesischen Herrschers, vermutlich des Kaisers K’ang Hsi aus der Qing Dynasty, die Lunetten auf der Vorder- und Rückseite dekoriert mit polychromen Champlevé Emailblüten, emaillierter Pendant, verglaste Goldcuvette. Zffbl.: Email, radiale röm. Zahlen, Zentralsekunde, gebläute Spade-Zeiger. Werk: Brückenwerk, Schlüsselaufzug, aufwändig handgraviert, gekörnt, vergoldet, signiert, fliegendes Federhaus, monometallische Schraubenunruh mit aufgeschraubten gebläuten Gewichten, fein floral gravierter Unruhkloben, gefasster Diamantdeckstein auf Unruh. Edouard Bovet Er wurde als Sohn des örtlichen Uhrmachermeisters Jean-Frédéric Bovet 1797 in Fleurier in der Schweiz geboren. Er hatte vier Brüder - Frédéric, Alphonse, Gustave, und Charles-Henri - sowie eine Schwester, Caroline. Nach dem Fall Napoleons 1814 spricht sich Bovet gegen die Rückkehr Neuchatels unter die preußische Herrschaft aus; er verlässt Fleurier nach seiner Lehrzeit mit den Brüdern Alphonse und Frédéric, um als Uhrmacher in London zu arbeiten - London war zu der Zeit das Zentrum der europäischen Uhrmacherei und des Handels. 1818 schickte ihn sein Arbeitgeber, die Firma Magniac, nach Kanton, dem einzigen chinesischen Hafen in dem Ausländer Handel treiben durften. Er verließ England am 20. April auf dem Handelsschiff Orwell der Britischen Ostindien- Kompanie und erreichte Kanton über das Kap der guten Hoffnung am 16. August. Bovet war vom Absatzpotential in Kanton begeistert und bat seinen Bruder in der Schweiz per Brief um die Lieferung weiterer Uhren höchster Qualität, da die Nachfrage auf solche Uhren ausgerichtet sei und ihr Preis ohne Widerspruch gezahlt werde. 1822 gründete Bovet, der zu dieser Zeit bereits in Kanton lebte, in Partnerschaft mit seinen beiden Brüdern Alphonse und Frédéric in London und dem Bruder Gustave, der als Uhrmacher in Fleurier tätig war, eine Gesellschaft zum Handel von Uhren mit China. Die Gründungsurkunde der Firma wurde am 1. Mai in London ausgestellt; das Geschäft blühte schnell und die Produktion wurde daraufhin nach Fleurier verlegt. K’ang Hsi (1654-1722) Chinesischer Kaiser der Qing-Dynastie. K’ang Hsi (oder Kangxi) war der vierte Kaiser der Qing-Dynastie und wird als einer der wichtigsten Herrscher in der Geschichte Chinas erachtet, da er nicht nur ein bedeutender militärischer Führer war, sondern auch ein außergewöhnlicher Staatsmann und Gelehrter. Kaiser K’ang Hsi war ein großer Bewunderer der westlichen Wissenschaften und schätzte besonders die europäische Uhrmacherkunst. Er richtete mehrere kaiserliche Werkstätten ein, in denen chinesische Handwerker Uhren unter der Anleitung europäischer Uhrmacher und Uhrmachermeister fertigten. Den Schweizer Uhrmachermeister François-Louis Stadlin schätzte K’ang Hsi ungemein und machte ihn zum Direktor der kaiserlichen Werkstätten. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kangxi, Stand 02.02.2015. Eine ähnliche Taschenuhr von Ilbery befindet sich im Patek Philippe Museum in Genf. 40280  G: 2 Z: 2 W: 2, 41  45.000 - 60.000 EUR 49.600 - 66.000 USD 405.000 - 540.000 HKD

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