Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Auktionen Dr. Crott 91. Auktion

618 Albert H. Potter & Co., Genève, Werk Nr. 624, Geh. Nr. 624, 57 mm, 163 g, circa 1889  Bedeutende Präzisions-Halbsavonnette für den deutschen Markt mit Wippenchronometerhemmung von Albert Potter Geh.: Silber, guillochiert, signierte Cuvette mit zusätzlicher Inschrift “E. Frölich, Berlin”, Goldkrone, -scharnier und -lasche. Zffbl.: Email, radiale röm. Stunden, kleine Sekunde, gebläute Spade-Zeiger. Werk: Sonderform- Brückenwerk, gekörnt, vergoldet, Potters patentiertes Federhaus, “Escapement Pat. Oct. 11.75”, “Plate desn Pat. Jan. 4.76.”, verschraubte Goldchatons, Goldschrauben-Komp.-Unruh, freischwingende, zylindrische Palladiumspirale, poliertes Stahl-Chronometerrad. Diese Uhr beinhaltet drei von Potters Patenten, deren Details auf den Brücken eingraviert sind. Die Platinenkonstruktion wurde am 4. Januar 1876 patentiert, die Hemmung und wahrscheinlich auch das große Rad am 11. Oktober 1875. Albert Potters Arbeiten sind nicht nur selten, sondern auch immer von höchster Qualität und kreativem Design. Emil Adolf Oskar Frölich (* 23. November 1843 in Bern; † 6. Juli 1909 in Berlin) Frölich studierte Physik, Mathematik und Chemie in Bern und Königsberg/ Preußen, wo er 1868 bei Franz Neumann über den „Einfluß der Absorption der Sonnenwärme in der Atmosphäre auf die Temperatur der Erde“ zum doctor philosophiae promovierte. Anschließend wurde er Direktor der eidgenössischen Eichstätte Bern und 1869 Professoratsverweser für Physik und Meteorologie der Land- und Forstwirtschaftlichen Akademie Hohenheim bei Stuttgart. 1873-1902 war er bei der Firma Siemens & Halske Berlin tätig (Leiter des Physikalisch-chemischen Laboratoriums). Ab 1902 wirkte er als Privatdozent an der TH Berlin. – F. arbeitete auf fast allen Gebieten der damaligen Elektrotechnik, der Telegraphie, der Meßtechnik, der Kabeltechnik, der Dynamomaschine, der Elektrochemie und der elektrischen Öfen. Der Rußschreiber für Aufzeichnung telegraphischer Zeichen, das Torsionsgalvanometer und ein Funkenchronometer zur Messung der Geschoßgeschwindigkeiten wurden von ihm durchgebildet. Zu erwähnen sind auch seine Arbeiten über Eichung von Normalwiderständen, über die Bestimmung der Lichtbogentemperatur und – in Fortsetzung seiner Doktorarbeit – über die Messung der Himmels- und Sonnenwärme, wobei er einen Wert für die „Weltraumtemperatur“ ermittelte und Zusammenhänge zwischen Sonnenwärmeschwankungen und dem Auftreten von Sonnenflecken beobachtete; ferner ist eine erste oszillographenartige Aufzeichnung von Schwingungskurven mit Hilfe eines Telephons zu nennen. Quelle: http://www.deutsche-biographie.de/pnd117538531.html, Stand 22.03.2015. 40474  G: 2 Z: 2, 31 W: 2, 41  11.000 - 20.000 EUR 12.200 - 22.000 USD 99.000 - 180.000 HKD

Seitenübersicht