Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Auktionen Dr. Crott 91. Auktion

711 Friedrich Gutkaes, Dresden, Werk Nr. 59, Geh. Nr. 34108, 61 mm, 177 g, circa 1820  Bedeutendes, frühes, deutsches Taschenchronometer mit Wippenchronometerhemmung Geh.: Silber, gestuft, guillochiert, floral gravierte Kartusche, Gehäusemacher-Punzzeichen “EAH”, gravierte Cuvette: “Deutsche Chronometer Hemmung”, Goldscharniere und -laschen. Zffbl.: Regulatorzifferblatt, Email, Stundenziffernring mit arab. Zahlen bei “12”, kleine Sekunde, äußerer Minutenzifferring mit arab. Zahlen, signiert, gebläute Stahlzeiger. Werk: 4/5-Platinenwerk, Schlüsselaufzug, gekörnt, vergoldet, signiert, Kette/Schnecke, obenliegendes Gesperr, bimetallische Chronometerunruh mit 2 Gewichten und 10 Goldschrauben, freischwingende, gebläute Unruhspirale, fein floral gravierter Unruhkloben, Gold-Chronometerrad. Diese Uhr ist abgebildet und beschrieben in: Reinhard Meis, “100 Jahre Uhrenindustrie in Glashütte von 1845 bis 1945”, München 2011, Seite 74f. Johann Christian Friedrich Gutkaes (1785-1845) Johann Christian Friedrich Gutkaes wird am 16. Juni 1785 in Dresden geboren. Allein die Auswahl seiner Taufpaten zeigt schon die Verbindung der Gutkaes-Familie zum Dresdner Schloss. Außerdem war bereits der Großvater Friedrichs, Johann Christian Gutkaese (1682-1757) “Mundkoch” in der königlichen Küche Augusts des Starken; der Vater, ebenfalls Johann Christian (1753-1835), war “geheimer Canzlist” des Kurfürsten Friedrich August III. Laut Karl J. Langer gibt es keine verlässlichen Angaben darüber, wo Gutkaes das Uhrmacherhandwerk erlernt hat; dass er nicht in Dresden in die Lehre gegangen ist, geht daraus hervor, dass sich im “Innungsbuch für die Kleinuhrmacher” in Dresden kein entsprechender Eintrag befindet. Angeregt durch seinen späteren Arbeitgeber Johann Friedrich Schumann (ca. 1759-1817) und dessen Kontakt mit dem Mathematisch- Physikalischen Salon entwickelt Gutkaes ein reges Interesse an Sternenkunde und Mathematik. Am 21. September 1815 heiratet er die Tochter Schumanns, Friederica Charlotte und erwirbt gute zwei Wochen später das Meisterrecht der Kleinuhrmacher in Dresden. Danach betreibt er ein gut gehendes Uhrengeschäft Ecke Schlossstraße und Rosmaringasse, aber seine Neigung

Seitenübersicht