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Auktionen Dr. Crott 92. Auktion

“Le Miroir de la Séduction” Dieses Taschenuhren-Paar war als Leihgabe Teil der Ausstellung des Patek Philippe Museums “Le Miroir de la Séduction” - Prestigieuses paires de montres “chinoise”, Ausstellungskatalog Seite 134 und 134, die vom 15. Mai bis 16. Oktober 2010 in Genf stattfand. Uhren für den chinesischen Markt Das kaiserliche China erlebte im 18. Jahrhundert seine Blütezeit. Neben dem vermögenden Kaiserpaar konnten sich auch wohlhabende Kaufleute und Beamte teure Luxuswaren leisten. Sie kauften beispielsweise Uhren, entweder um ihre eigenen Sammlungen zu bestücken, oder aber um dem Kaiser mit Hilfe teurer Geschenke die Ehre zu erweisen. In Europa erkannte man die aufkeimende Finanzkraft in der chinesischen Gesellschaft und begann neben dem Export aufwändig gefertigter Uhren schweizer Dependancen direkt in China zu eröffnen. Um den damaligen Zeitgeschmack zu treffen und den kulturellen Forderungen gerecht zu werden, untersuchte man die Vorlieben der “neuen” Kundschaft. Man begann ihren Hang zur Symmetrie und ihre Liebe zur “doppelten Existenz” umzusetzen, ein Ideal, das sich auf das paarweise Dasein als ein Sinnbild kosmischer Ganzheit zu verstehen ist. Das chinesische Leitbild wurde umgesetzt. Man begann Uhren paarweise herzustellen, die britischen Manufakturen in symmetrischer Anordnung, die schweizer in assymetrischer, wobei das Uhrenpaar mit derselben Nummer ausgestattet wurde. Bei Uhren aus dem Val-de-Travers wurde ein Zwilling jedoch mit einem zusätzlichen, kleinen Zeichen versehen - so auch bei dem hier vorliegenden Uhrenpaar. Die reich verzierten Uhrengehäuse hatten immer markante Dekore. Ihre Formen, Farben und Motive stammten aus der Natur. Sie zeichneten sich durch ihre unübertroffene Qualität und ihr wunderschön gestaltetes Design aus. Die Möglichkeit Form und Farbe facettenreich einzusetzen, machte die Verwendung von Blumenarrangements sehr populär. Es gab sie mit und ohne Taubendarstellungen, vor hellem oder dunklem, opak oder transluzid gestalteten Hintergründen - das, neben zahlreichen Landschaftsdarstellungen und figürlichen Motiven aus der chinesischen Tradition, beliebteste Sujet. Edouard & Léo Juvet Die Familie Juvet war eine der angesehenen Schweizer Uhrmacherfamilien, die Uhren für den chinesischen Markt produzierten. Edouard Juvet (1820-1883) eröffnete seine Werkstatt 1842 in Butte und zog 1844 nach Fleurier um. 1856 begann er damit, Uhren für den chinesischen Markt herzustellen; seine Söhne Ami-Louis und Léo waren beide im chinesischen Familienbetrieb tätig - Léo reiste nach Ami-Louis’ Tod nach China um dort seinen Platz zu übernehmen. In Shanghai konnten lediglich die Bovets mit den Juvets konkurrieren; die beiden Familien pflegten jedoch freundschaftliche Beziehungen miteinander. Das Haus Juvet florierte und man eröffnete Filialen in Beijing und Tianjin, so dass Léo 1872 bemerkte: “unsere Uhren verkaufen sich wie Salz”. 1873 meldete Edouard Juvet ein Warenzeichen in chinesischen Schriftzeichen für die Produkte der Firma an. Im November des Jahres 1875 übertrug er seinem Sohn Léo die Handlungsvollmacht; nach Edouards Tod im Februar 1883 wurde Léo sein Nachfolger als Leiter des Unternehmens. Die fein handgefertigten und im künsterlischen Stil einzigartigen Taschenuhren Juvets wurden von den Mitgliedern der königlichen Familie der Qing-Dynastie hoch geschätzt, die Marke Juvet wurde zur kaiserlichen Uhrenmarke. Der Besitz einer Juvet Taschenuhr galt als Symbol von Noblesse und Reichtum. 41467  G: 2 Z: 2 W: 2, 41  110.000 - 160.000 EUR 123.300 - 179.300 USD 957.000 - 1.392.000 HKD

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