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Auktionen Dr. Crott 92. Auktion

521 John Ellicott, London / George Michael Moser, London, Werk Nr. 7270, Geh. Nr. 7270, 51 mm, 137 g, circa 1777 Schwere, dekorative Doppelgehäuse-Taschenuhr Geh.: Außengehäuse - Gold, Repoussé-Gehäuse, signiert “Moser”, Darstellung einer pastoralen Szene einer Ziegenhirtin und eines flötespielenden Jünglings, gravierte und punzierte Voluten und Rankwerk, à goutte, großes Außenscharnier. Innengehäuse - Gold, glatt, Gehäusemacher-Punzzeichen “ITP” (John Terrill Pain, Shoe Lane, London), signierte und nummerierte Werkschutzkappe. Zffbl.: Email, radiale röm. Stunden, “Poker & Beetle”-Goldzeiger. Werk: Vollplatinenwerk, Schlüsselaufzug, feuervergoldet, signiert, aufgelegte, gravierte Zierelemente, Kette/Schnecke, Zylinderhemmung, dreiarmige Stahlunruh, feinst floral gravierter, durchbrochen gearbeiteter Unruhkloben, großer chatonierter Diamantdeckstein. John Ellicott (1706-1791) Einer der bedeutendsten englischen Uhrmacher, etablierte sich um 1728 und wurde 1738 ein Mitglied der Royal Society. Ellicot war der Erfinder eines Kompensationspendels und trieb die Anwendung der Zylinderhemmung nur einige Jahre nach ihrer Verbesserung durch Graham voran. In einigen seiner späteren Exemplare war der Zylinder aus Rubin. George Michael Moser (1706-1783) George Michael Moser wurde am 17. Januar 1706 in Schaffhausen geboren. Er erlernte die Kunst des Punzierens und Vergoldens von seinem Vater Michael, einem Kupferschmied. Moser zog 1726 nach London, um für den Goldschmied und Punzierer John Valentine Haidt zu arbeiten. Ab 1737 arbeitete er selbständig in den Craven Buildings nahe Drury Lane; neben seinen Punzierarbeiten stellte er auch feine Emaillegehäuse her, von denen nur noch etwa 20 erhalten sind. Moser entwarf das Großsiegel von Georg III. und malte für Königin Charlotte Emailleportraits ihrer Kinder. In den 1740er Jahren wurde Moser zu einer angesehenen Persönlichkeit an der St Martins Lane Academy; im Jahr 1769 wurde er zum ersten Keeper der Royal Academy ernannt. Die von ihm geschaffenen Repoussé-Arbeiten gehören zu den höchstwertigen seiner Zeit. Moser arbeitete mindestens bis in die späten 1770er Jahre und war bis an sein Lebensende für die Royal Academy tätig. In seiner Ausgabe vom 30. Januar 1783 schrieb das Gentleman’s Magazine, dass Moser “in einem prachtvollen Beerdigungszug zu Grabe getragen wurde, an dem herausragende Künstler mit Sir Joshua Reynolds an ihrer Spitze teilnahmen, unter anderem Sir William Chambers. Neben zehn Trauerkutschen waren auch zwei Herrenkutschen Teil des Trauerzuges.” In “The Art of the Gold Chaser in Eighteenth-Century London” widmet Richard Edgcumbe dem Werk Mosers mehr als 40 Seiten Text und zahlreiche Illustrationen. Hersteller des Innengehäuses war der Gehäusemacher John Terrill Pain, der seine Werkstatt zu dieser Zeit in 7 Dean Street, Fetter Lane, hatte. Pain genoss erhebliches Ansehen. Er hatte sein Handwerk bei dem Gehäusemacher Thomas Layton, ebenfalls Dean Street, gelernt, war am 18. Januar 1768 freigesprochen worden und führte seine Werkstatt ab dem 16. November 1775 zunächst in 67 Shoe Lane. Etwa ein Jahr später übernahm er offenbar die Werkstatt seines Meisters, der wohl aufgegeben hatte oder verstorben war. Der hier verwendete Gehäusestempel war jedenfalls am 16.10.1776 ins Register eingetragen worden. 41472  G: 2, 10 Z: 2 W: 2, 41, 51  5.000 - 20.000 EUR 5.700 - 22.500 USD 43.500 - 174.000 HKD

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