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Katalog Nr. 8
100.
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A. Lange & Söhne Glashütte B/Dresden

, Werk Nr. 28051, Geh. Nr. 53517, 51 mm, 91 g, circa 1889

Historisch interessante Glashütter Savonnette, verkauft am 25.06.1889 an die Fa. Dürrstein & Co in Dresden für 254 Mark - mit Originalschatulle, Lange-Stammbuchauszug und persönlicher Stellungnahme des Kurators der Stiftung Deutsches Uhrenmuseum Glashütte. Dabei Uhrenkette und Medaille "Gold gab ich zur Wehr, Eisen nahm ich zur Ehr".


Geh.: Eisen, brüniert, Goldmontierungen. Ziffbl.: Email. Werk: 3/4-Platinenwerk, Schrauben-Komp.-Unruh.

Eine wechselvolle Geschichte von der Herstellung in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg führte hier zu einer der seltenen Uhren von Lange & Söhne, bei denen Werk- und Gehäusenummer nicht übereinstimmen. Den Werkbüchern ist zu entnehmen, dass die Uhr im originalen Goldgehäuse mit der Nummer 28051 in Glashütte gefertigt und 1889 an die Firma Dürrstein in Dresden verkauft wurde. Gut zwanzig Jahre später verschickte Lange & Söhne eine andere Uhr mit der Nummer 53517 im Eisengehäuse an die Fa. Jaksch in Riga, von wo sie jedoch einige Wochen später als unzustellbar zurückkehrte. Wiederum vier Jahre später, Ende 1914, wird das Werk dieser nicht ausgelieferten Uhr - jetzt in einem Silbergehäuse - nach Celle verkauft.
Das Eisengehäuse blieb in Glashütte, wo 1916 - Deutschland im Krieg benötigte Rohstoffe und Devisen - im Tausch gegen das Goldgehäuse das Werk der Uhr 28051 eingesetzt wurde. Die Gravur der Cuvette belegt es: "Das Gold gab ich dem Vaterland". Als Dank für die Opferbereitschaft verlieh die Reichsbank eine Medaille mit dem Motto "Gold gab ich zur Wehr, Eisen nahm ich zur Ehr", welches auch die eiserne Uhrenkette zeigt, auf der zudem das Jahr "1916 - In eiserner Zeit" zu lesen ist. Die Uhr stammt aus dem Besitz des Johannes Hermann Gustav Remy aus der Fabrikantendynastie Remy. Als Kapitänleutnant und U-Boot-Kommandant ist er im Jahr 1918 im Mittelmeer auf der Höhe von Malaga verschollen.

Einen ähnlichen Spendenaufruf gab es bereits im Preußischen Königreich. Prinzessin Marianne von Preußen rief ihre Landsfrauen auf, ihre Wertsachen aus Gold gegen eisernen Schmuck mit der Inschrift "Gold gab ich für Eisen" zu tauschen. Im Ersten Weltkrieg wurde der Aufruf wiederholt, ab 1916 gab es für die Spender Medaillen wie die hier vorliegende, die von Hermann Hosaeus (1875 - 1958) entworfen wurde, der insbesondere für seine Entwürfe von Kriegerdenkmälern und Münzen bekannt war.
#49040
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig

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