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Katalog Nr. 13
100.
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Johann Christian Neuber à Dresde zugeschrieben, 86 x 62 x 30 mm

, circa 1780

Museale Edel- und Schmuckstein-Schnupftabakdose mit Goldmontierungen, sogenanntes Steinkabinett, von einem der bedeutendsten deutschen Goldschmiede des 18. Jahrhunderts


Geh.: oktagonales Gehäuse, später mit zwei französischen Importmarken für Gold versehen 1864-1893.

Die oktagonale Dose ist mit 60 nummerierten Exemplaren von semi-transluziden und opaken Hartsteinen versehen, darunter eine Vielzahl von dendritischen und gebänderten Achaten, Jaspis, Amethyst, Chalcedon u.a., unterteilt durch schmale Goldstege. Der scharnierte Deckel ist belegt mit 16 Steinen, einzeln nummeriert auf den Goldstegen im Innendeckel. Im Zenrum befindet sich eine ovale Portraitkartusche unter gewölbtem Rosenquarz mit schmaler blauer Emailbordüre, eingefasst von einem breiten, ziselierten und gravierten Rahmen. Der Boden ist ähnlich gestaltet, die Nummern 45 bis 60 sind auf den Goldstegen am Rand eingraviert und verteilen sich strahlenfömig von einer zentralen ovalen Achatplatte nach außen. Die Seiten sind mit 28 rechteckigen Achat-Reserven inmitten schmaler Goldrähmchen belegt und ebenfalls nummeriert (17 bis 44). Die Goldbordüren am Deckel sind geometrisch und mit Ovalen und Blüten graviert, die vertikalen Stege mit Wellendekor und die umlaufende Bodenleiste mit Flechtbanddekor.

Von Zeit zu Zeit stellte Neuber handgeschriebene Spezifikationsverzeichnisse zur Verfügung, in dem die verwendeten Steine und die Fundorte in Sachsen aufgeführt waren. Die eingravierte Nummer über jeder Tafel entsprach der Nummer im Verzeichnis.
Johann Christian Neubers kostbare Dosen befinden sich heute in wichtigen Sammlungen und Museen auf der ganzen Welt. Von ihnen geht eine besondere Anziehungskraft aus. Sowohl die minutiöse Technik der Steinfassungen wie der Steinschnitt selbst und vor allem die sehr geschmackvole Auswahl und Anordnung der Steine machten die Dosen Neubers seit je her zu begehrten Sammelobjekten.

Der Dresdner Hofjuwelier und Steinschneider Johann Christian Neuber (1736-1808) lernte in Dresden bei seinem späteren Schwiegervater Heinrich Taddel das Goldschmied- und Steinschneider-Handwerk. 1762 wurde er in Dresden in die Goldarbeiterinnung aufgenommen. Ab 1767 arbeitete er für den Hof, war ab 1769 für das Grüne Gewölbe verantwortlich und wurde 1775 zum Hofjuwelier ernannt.
Neubers Werke sind geprägt vom frühen Klassizismus. Seine Spezialität war die Anfertigung von mit Gold und Schmucksteinen versehenen Schnupftabakdosen, die häufig als königliche Geschenke vergeben wurden. Als Ehrengabe des sächsischen Königs Friedrich August für den französischen Diplomaten Baron de Breteuil, der maßgeblich am Zustandekommen des Friedens von Teschen beteiligt war, fertigte Neuber 1781 einen Prunktisch an, der als sein Meisterwerk gilt.
Quelle: wikipedia.org/‌wiki/Johann_Christian_Ne​uber, Stand 26.09.2019

Weitere Steinkabinett Schnupftabakdosen von Johann Christian Neuber in achteckiger Form sind abgebildet und beschrieben in "Gold, Jasper and Carnelian, Johann Christian Neuber at the Saxon Court", edited by Alexis Kugel, London 2012.
#49097
Geh.: sehr gut, Reparaturen, Haarriss, kleine Abplatzung

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