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Katalog Nr. 29
Katalog Nr. 29
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A. Lange & Söhne Glashütte B/Dresden

, Werk Nr. 17106, Geh. Nr. 17106, 52 mm, 146 g, circa 1887

Schwere Glashütter Taschenuhr mit Minutenrepetition und Chronograph in Qualität 1A; verkauft am 30.03.1887 für 2000 Mark an Julius Heinzel in Lodz - mit Zertifikat des Uhrenmuseums Glashütte und Kopie aus den Lange & Söhne Werkbüchern


Geh.: 18Kt Rotgold, aufgelegtes Monogramm unter Adelskrone. Ziffbl.: Email. Werk: 3/4-Platinenwerk, 2 Hämmer / 2 Tonfedern, Goldschrauben-Komp.-Unruh.

Das Zertifikat des Glashütter Uhrenmuseum weist für diesen Chronographen mit Minutenrepetition den stattlichen Preis von 2000 Mark aus; geliefert wurde an die "Firma Julius Heinzel". In diesem Fall handelt es sich allerdings nicht um einen Juwelier oder Uhrmacher sondern um den polnischen Fabrikanten Freiherr Juliusz Jozef Heinzel von Hohenfels , der einst zum aufstrebenden Bürgertum von Lodz zählte und sich wie viele seiner Standesgenossen durch das Sammeln von Kunst und den Bau prächtiger Stadtpalais, die noch heute das Bild der Stadt prägen, eine Art adeligen Lebensstil schufen.
Die Heinzels waren eine katholische deutsche Familie, die nach dem sogenannten Novemberaufstand 1830/31 nach Lodz gezogen waren. 1834 wurde der Sohn Juilusz Josef geboren, der später die Webereimanufaktur seines Vaters leitete. Durch die Heirat mit Paulina Volkman, Tochter eines Lodzer Zunftwebers verfügte er über eine Mitgift, die ihm die Gründung einer eigenen Weberei ermöglichte. Diese Firma war so erfolgreich, dass er den erblichen Titel eines "Kaiserlich Russischen Manufakturrates" verliehen bekam - ein wohlklingender Titel, aber dennoch kein Adelsprädikat. Um seinem Ansehen und seinem Vermögen den entsprechenden Glanz zu verleihen, kaufte er schließlich für 100.000 Rubel das Anwesen Schloß Hohenfels im damaligen Herzogtum Sachsen–Coburg–Saalfeld und erwarb damit 1891 den Titel eines Freiherrn von Hohenfels.
#48432
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig

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