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Reichenbach, Utzschneider und Liebherr
 
Katalog Nr. 53
Katalog Nr. 53
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Historisch bedeutende, astronomische Observatoriums-Halbsekundenpendeluhr mit einer Variante der Schwerkrafthemmung nach Thomas Mudge und 8 Tagen Gangdauer
Schätzpreis  15.000 - 30.000 €

Realisierter Preis 35.000 €
Aus der letzten Auktion!
Merkmale
Gehäuse
Nussbaum, Messing vergoldet, massive Messingwerkaufhängung mit Justierschrauben.
sehr gut, Restaurierungen, Ergänzungen.
Zifferblatt
Messing versilbert
sehr gut, oxidiert.
Werk
Rechteckform-Messingwerk, Anker mit zwei drehend gelagerten Armen mit Gegengewichten, massive Werkspfeiler, schwerer arretierbarer Halbsekunden-Rostpendel, Pendelfeder.
sehr gut, Restaurierungen, gangfähig.
Maße
460 x 255 x 130 mm
circa
1808
Land
German
Beschreibung

Bei diesem herausragenden Stück handelt es sich um die früheste bekannte Halbsekundenuhr von Liebherr. Unter Umständen ist dies das Stück, welches 1808 an die königliche Universitätssternwarte zu Ofen (Blocksberg) in Budapest geliefert wurde und deren Verbleib bislang unbekannt war. Sie ist in weiten Teilen vergleichbar mit der Uhr aus der Mathematisch Physikalischen Sammlung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, welche seit 1905 im deutschen Museum in München ausgestellt ist.
Zusätzlich zeichnet sich dieses Stück durch eine der frühesten in Deutschland realisierten Schwerkrafthemmungen aus.
Lit.: Jürgen Ermert, Präzisionspendeluhren Band 3, Seite 363ff
Lit.: Scan der Konstruktionszeichznung, Deutsches Museum München
Joseph Liebherr (1767-1840) wurde als dritter Sohn von Franz Xaver Liebherr am 30. Dezember 1767 in Immenstadt geboren. Wie seine beiden nachgeborenen Brüder erhielt er eine Ausbildung beim Vater, der Turmuhrmacher und Mechaniker war. Er war der Bruder von Benedikt Liebherr.
Er vertiefte seine Kenntnisse in der Konstanzer Uhrenmanufaktur Melly et Roux. Mit dem Instrumentenbau kam er erstmals 1791 in Berührung, als ihn der Hofkammerrat I. A. Ammann mit dem Bau von Vermessungsgeräten betraute. Durch Ammann, für den Liebherr bis 1794 tätig war, erlernte er die mathematisch-physikalischen Grundlagen des Instrumentenbaus. 1794 erfand er ein verbessertes Schneidzeug zur Herstellung von Zahnrädern.
Joseph Liebherr ging 1801 nach München und traf dort auf Georg Friedrich von Reichenbach, mit dem er 1802 eine Mathematische Werkstätte gründete (ab 1804 Mathematisch-Physikalisches Institut Reichenbach, Utzschneider und Liebherr). 1812 schied Liebherr aus dem Unternehmen aus und gründete eine eigene Werkstatt, in der er 1815 auch eigene Pendeluhren anbot, sein Schwerpunkt war jedoch der Bau mathematischer Instrumente. 1816 war das Gründungsjahr der mechanischen Werkstätte Utzschneider, Liebherr et Werner, deren Mitarbeiter waren unter anderem Joseph von Fraunhofer, von Reichenbach und Franz Joseph Mahler (dieser heiratete später die Tochter Liebherrs, Josepha Liebherr). 1817 trat Liebherr dem Polytechnischen Verein bei. Nach dem Erlöschen der Firma zog Liebherr 1823 nach Kempten, kehrte jedoch 1827 wiederum nach München zurück, um dort Lehrer für Mechanik zu werden. An der Polytechnischen Schule, an der er als Professor arbeitete, verbesserte er Instrumente, stellte Modelle her und konstruierte astronomische Uhren. Er war, wie auch sein Bruder, Mitglied des Polytechnischen Vereins für das Königreich Bayern. Joseph Liebherr verstarb am 8. Oktober 1840 in München.
Quelle: https://watch-wiki.org/index.php?title=Liebherr,_Joseph, Stand 12.04.2021

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