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296
Katalog Nr. 296
Schätzpreis  18.500 - 25.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Albert H. Potter & Co. Geneva

, Werk Nr. 27, 58 mm, 169 g, circa 1875

Hochfeine, seltene Präzisionssavonnette mit Potters patentierter Wippenchronometerhemmung


Geh.: Silber, glatt, Werksverglasung, Goldscharniere und -lasche. Ziffbl.: Email, radiale röm. Stunden, kleine Sekunde, signiert, gebläute Breguet-Zeiger. Werk: Sonderform-Brückenwerk, vernickelt, "fausses côtes" Dekoration, verschraubte Goldchatons, Wippenchronometerhemmung, schwere Kompensationsunruh mit Schrauben aus Gold und Platin, freischwingende, gebläute, zylindrische Unruhspirale.

Albert H. Potters Wippenchronometerhemmung
Die vorliegende Uhr ist ein ausgezeichnetes Beispiel für das höchst ausgefeilte Kaliber mit Wippenhemmung von Albert H. Potter; Potter war und ist wohl der bemerkenswerteste der amerikanischen Hersteller von Taschenchronometern. Die zweite Hälfte seines Lebens verbrachte Potter in Genf, wo er versierte Handwerker fand, die mit ihm zusammenarbeiteten. Diese Uhr weist einige der Besonderheiten auf, die so typisch für seine Werke sind. Sie besitzt Potters patentiertes Sicherheitsfederhaus, dass das Räderwerk im Falle eines Federbruchs sichert (Patent Nr. 168581); das Federhaus ist relativ hoch, so dass die Feder für eine solch große Uhr ungewöhnlich schmal ist. Die Wippenhemmung ist Potters eigene Variation dieser Hemmung und zeigt eine spezielle Anordnung, die eine möglichst reibungslose Bewegung der Feder garantieren soll; ein umlaufendes Gegengewicht wird, rechtwinklig zum Blatt am Ende der Wippe angesetzt, mitgeführt. Ein Stift am Ende des Hemmungsrad-Klobens hält die Wippe. So ist keine Anpassung des Ruhewertes von Nöten. Diese Anordnung der Feder auf einem Ausleger am Ende der Wippe wurde vorher bereits von James Ferguson Cole verwandt. Das elegante Design der Platine bei diesem Kaliber erlaubt eine einfache Montage des Räderwerks und wurde am 5. April 1887 patentiert. Der Aufzug- und Stellmechanismus ist ebenso Potters Erfindung, obwohl er sie nicht zum Patent anmeldete: ein zwischengelagertes Stellrad bewegt sich vertikal und der Sperrstift, der beim Federhaus angebracht ist, erleichtert die einfache und sichere Auslösung der Feder. Die für Potter typische verglaste Cuvette gestattet die Sicht auf das Werk. Es gibt einige kleine Unterschiede zwischen Potters frühen Chronometern und den späteren Stücken; die frühen Chronometer besitzen gepunktete Werke, während die späteren meistens mit Genfer Streifen verziert und im Gegensatz zu den frühen Werken fast immer mit Potters großem Handelszeichen markiert sind. Kalish schreibt, dass Potter gelegentlich erwähnte er brauche seine Gehäuse nicht zu markieren, da jeder seine Werke erkenne. Die frühen Stücke haben ein herkömmliches Spiralklötzchen - spätere sind wesentlich eleganter gestaltet.
Die vorliegende Uhr vereint einige von Potters Patenten in sich, deren Einzelheiten auf den Brücken eingraviert sind. Der Platinenaufbau wurde am 4. Januar 1875 patentiert (am. Patent Nr. 8888), die Hemmung (Patent Nr. 168582), das Federhaus (Patent Nr. 168581) und die Unruh (Patent Nr. 168583) am 11. Oktober 1875. Diese Erfindungen wurden am 25. August des gleichen Jahres als Patent Nr. 2985 in England patentiert. Albert Potters Werke sind nicht nur seltene Einzelstücke, sondern auch immer eigene Konstruktionen von höchster Qualität.
#40484
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig


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