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540
Katalog Nr. 540
91.
Schätzpreis  50.000 - 70.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

John Arnold, London, Inv. et Fecit

, Werk Nr. 20/63, 73 mm, 275 g, circa 1797

Bedeutendes Taschenchronometer "of the Best Kind" mit Federchronometerhemmung und Arnolds ZO-Unruh. Es handelt sich hierbei um das einzige noch original erhaltene Taschenchronometer von John Arnold mit ZO-Unruh - in originaler Mahagonischatulle


Geh.: Silber, "Konsular"-Gehäuse, glatt, à goutte, Gehäusemacher-Punzzeichen "TH" (Thomas Hardy), drehbarer Pendant, großes Außenscharnier. Ziffbl.: Email, Durchmesser 63 mm, radiale röm. Stunden, kleine Sekunde, nummeriert, signiert, gebläute Spade-Zeiger. Werk: Vollplatinenwerk, feuervergoldet, gekörnt, signiert, Schlüsselaufzug, Kette/Schnecke mit "Harrisons" konstanter Kraft, profilierte, zylindrische Pfeiler, Stahl-Chronometerrad, Arnolds bimetallische ZO-Unruh mit Regulierschrauben und Gewindemuttern, freischwingende, gebläute, zylindrische Unruhspirale, feinst floral gravierter und durchbrochen gearbeiteter Unruhkloben, chatonierte Lagersteine für Chronometer-, Sekunden- und Zwischenrad, chatonierter Diamantdeckstein auf Unruh.

John Arnold hat seinerzeit circa 94 Taschenchronometer "of the Best Kind" hergestellt und 37 sind derzeit noch als existent registriert. Von diesen sind etwa drei Viertel durch mehr oder weniger große Veränderungen in ihrer Originalität beeinträchtigt (z. B. Keine Arnold-Hemmung oder Unruh, kein Originalzifferblatt, kein Originalgehäuse, u. a. m.).
Die No. 20/63 ist ein solch original erhalten gebliebenes Exemplar. Es dokumentiert Arnolds unermüdliches Experimentieren und Suchen nach immer größerer Ganggenauigkeit.
Das eigentlich Bemerkenswerte ist allerdings der Unruhtyp. Die Werksgravur "No. 20/63" läßt ursprünglich auf eine Doppel-S-Unruh schließen.
Arnold hatte seine Taschenchronometer bei Revisionen oft mit einem höherwertigen Unruhtyp ausgestattet, von dem er sich noch bessere Wärme- und Kältekompensation versprach. Von der Doppel-T- über die Doppel-S-Unruh kam er schließlich zur sog. OZ-Unruh, die für lange Zeit Standard werden sollte, um schließlich zur sog. Z-Unruh als Endtyp zu gelangen.
In No. 63 ist mit der Unruh jedoch ein nochmals weiter entwickelter Typ eingebaut, die sog. ZO-Unruh. Die ZO-Unruh besteht aus dem bimetallischen Z-förmigen Teil, verbunden mit einem kleineren O-förmigen Messingring, auf dem nach innen drei Positionsgewichte aufgeschraubt sind. Das Bemerkenswerte ist nun, dass dieser Unruhtyp in einem Arnold-Taschenchronometer bislang immer seinem Sohn John Roger zugeschrieben worden ist; und selbst von ihm gibt es nur sehr wenige solcher Werke.
No. 63 ist also das einzige Taschenchronometer von J. Arnold, das diesen Unruhtyp enthält .
Quelle: Heinrich Börner: John Arnold, London, No. 20/63. In: Klassik Uhren, Journal für Freunde klassischer Zeitmesser, Ulm 3/1999, S. 30ff.

Diese Uhr ist außerdem abgebildet und beschrieben in:
- Vaudrey Mercer, "John Arnold and Son, Chronometer Makers 1762-1843, London 1972 und Supplement London 1975, S. 318.
- Hans Staeger, "100 Jahre Präzisionsuhren von John Arnold bis Arnold & Frodsham 1763-1862", Filderstadt 1997, S. 67.
- Heinrich Börner: John Arnold, London, No. 20/63. In: Klassik Uhren, Journal für Freunde klassischer Zeitmesser, Ulm 3/1999, S. 30ff.
#40516
Geh.: sehr gut, später original
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig


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