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190
Katalog Nr. 190*
Schätzpreis  190.000 - 250.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Charles-Jacques de Mailly, Paris zugeschrieben, 87 x 57 x 41 mm

, circa 1765

Museale, aufwändig mit Diamanten besetzte Goldemail Schnupftabakdose "L'Amour sacrifiant à l'Amitié", die Grisaillemalerei wird Charles-Jacques de Mailly (1740-1817) zugeschrieben


Geh.: 22Kt Gold, Meistermarke unleserlich, Gebührenstempel Jean-Jaques Prévost (1762-1768), Pariser Garantiestempel für 22Kt Gold 1762-1768, spätere Goldpunze Paris 1838-1846.
Rechteckiges Gehäuse mit abgeschrägten Ecken, allseitig polychrome Sommerblumenbouquets auf dunkelgrünem Grund. Im Zentrum jeweils ovale Kartuschen mit hochfeinen "en grisaille" Miniaturmalereien, nach den Vorlagen François Bouchers (1703-1770). Der Deckel mit der Darstellung "L'Amour sacrifiant à l'Amitié", einer Szene aus dem Werk "Suite d'estampes" mit Gravuren von Madame de Pompadour, nach einem Steinrelief Jacques Guays. Weitere Puttidarstellungen auf den Seiten, beim Musizieren und beim Schmieden von Liebespfeilen; auf den Kantenflächen allegorische Puttidarstellungen der vier Jahreszeiten, der Boden mit einer Szene am Liebesaltar. Zweifarbig goldene, architektonisch gegliederte Rahmung mit Girlanden, Voluten und Muschelwerk, sowie kannelierten Pilastern auf den abgeschrägten Ecken. Mehrfach geschwungene Goldbänder mit prachtvollem Diamantbesatz auf dem Deckel.

Eine nahezu identische Dose von Louis-Phillipe Demay datiert "Paris, 1766/1767" befindet sich im Louvre und ist mit sehr ähnlichen Emailarbeiten verziert; das Stück ist signiert "D. Mailly f. " und als Abbildung Nr. 413 bei A.K. Snowman dargestellt.

Charles-Jacques de Mailly (1740-1817)
Die Emaillearbeiten der Dose werden Charles-Jacques de Mailly zugeschrieben; de Mailly stellte seine Arbeiten 1771 in Paris aus; man weiss jedoch dass er im Jahr 1775 ein Portrait des russischen Thronprätendenten Emel'yan Ivanovich Pugachev - der behauptete, der abgesetzte russische Zar Peter III. zu sein - anfertigte. Offensichtlich war sich de Mailly, wie so viele andere Goldschmiede und Emaillekünstler aus Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und England, vom Reichtum und dem Überfluss des russischen Hofes in St. Petersburg angezogen. Er kehrte jedoch nach einiger Zeit nach Paris zurück und stellte 1793 erneut während des Pariser Salons aus. Es exisitieren nur einige wenige Dosen mit Arbeiten, die de Mailly zugeschrieben werden können; er brachte es zu Ruhm durch seine Darstellungen von Früchten und Blumen, mehr noch jedoch für seine Grisaille-Arbeiten - seine allegorischen Szenen umgeben von vielfarbigen Girlanden aus Rosen und Päonien sind exquisit. Im "Dictionnaire des miniaturistes sur mail" (Paris 1924), erwähnt Henri Clouzot auf Seite 134 eine Gold-Bonbonnière mit einem Blumenkorb auf einem Tisch; die Dose mit der Arbeit de Maillys wurde beim Verkauf der Sammlung Debruge-Duménil im Jahr 1850 veräußert.
#40693
Geh.: sehr gut, Haarrisse


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