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372
Katalog Nr. 372*
Schätzpreis  270.000 - 350.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Gideon & Co., Locle, Swiss

, Geh. Nr. 86825, 62 mm, 246 g, circa 1900

Bedeutende, einzigartige, astronomische und neuwertige "Grande Complication" mit 13 Komplikationen und 8-Tage Werk auf zwei Ebenen, mit Tag-, Datums- und Monatsanzeige, Mondphase, Mondkalender, Chronograph und schleichendem, zentralen 60-Minutenzähler, Minutenrepetition und Viertelstundenselbstschlag, "Grande & Petite Sonnerie" - angefertigt für den indischen Markt - mit Mahagonischatulle


Geh.: 18Kt Gold, à goutte, randseitig graviertes Palmettendekor, Mittelteil und Pendant aufwändig graviert, Vorderseite mit feiner polychromer Emailmalerei, Darstellung eines noblen Paares beim Ausritt, gerade im Begriff über ein diamantbesetztes Gatter zu springen. Die Rückseite mit hochfeiner polychromer Emailmalerei, Komposition aus verschiedenen Reiteraccessoires unter Eichenlaub. Gravierte und signierte Goldcuvette, Chronographendrücker bei "12", Schieber für Repetitionsauslösung, Gehäusemacher-Punzzeichen "JL". Ziffbl.: Email, radiale röm. Stunden, eingesetzte kleine Sekunde, eingesetzte Tag-, Datums- und Monatsanzeige, kobaltblau emaillierte Mondphasenscheibe mit eingelegten goldenen Sternen und Mond, schleichender, zentraler 60-Minutenzähler, gebläute Spade-Zeiger. Werk: hohes Brückenwerk (Louis-Elisée Piguet zugeschrieben), gekörnt, vergoldet, Tandemaufzug mit obenliegenden mattierten Gesperren, fein geschliffene, anglierte Chronographen-Stahlteile, Schaltrad, 2 Hämmer, 2 Tonfedern, Goldschrauben-Komp.-Unruh, gebläute Breguet-Spirale, Ausgleichsanker.

Die komplizierteste für den indischen Markt hergestellte Uhr
Bei diesem Stück handelt es sich zweifellos um die komplizierteste für den indischen Markt hergestellte Uhr, die jemals bei einer Auktion angeboten wurde. Man kann vermuten, dass die Uhr dem Maharadscha Mahbub Ali Khan, dem sechsten Nizam von Hyderabad, anlässlich eines besonderen Rennens oder einer anderen Pferdesport-Veranstaltung als Geschenk übergeben wurde. Er regierte von 1869 bis 1911. Sie besitzt die zusätzlichen Besonderheiten eines 8-Tagewerkes sowie eines zentralen schleichenden Minuten-Stoppzeigers. Das Design der Uhr erinnert an die Blütezeit von Britisch-Indien; es zeigt ein elegantes englisches Paar beim Ausritt sowie ein Eichenlaub-Motiv und Reitzubehör. Die abgebildete Jockeymütze trägt wahrscheinlich die Stallfarben des ursprünglichen Besitzers.
Diese Kombination von Schweizer Fertigung und englischem Geschmack ist typisch für die für den indischen Markt hergestellten Uhren und ein Aspekt der sogenannten "Schweizer Periode", die natürlich auch Uhren mit rein indischem Gehäusedekor mit einschliesst. Die herrschende Klasse Indiens machte sich oftmals die Lebensweise des britischen Adels zu Eigen und nahm gerne an den traditionellen englischen Freizeitvergnügungen teil.
#40983
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig


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