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116
Katalog Nr. 116
Schätzpreis  45.000 - 65.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Abraham Louis Breguet, Paris, Breguet Nr. B 2378, Tavernier Nr. 2934, 36 mm, 47 g

, circa 1809

Bedeutende, extrem seltene, mit Halbperlen besetzte Goldemail "Montre Médaillon de Souscription à Tact" - verkauft am 03. Januar 1809 an Madame Savari (Félicité de Faudoas-Barbazan) für 2025 Francs - mit Breguet Stammbuchauszug


Geh.: Goldemail, Vorder- und Rückseite mit aufwändig guillochierter Strahlendekoration, transluzid taubenblau emailliert, drehbarer Frontdeckel mit aufgesetztem, goldenen Pfeil "sous émail" zum Anzeigen der Stunden, graviertes Monogramm "F" auf der Rückseite, Mittelteil mit Halbperlen besetzten Tastknöpfen zum Erfühlen der Zeit, Goldcuvette, Gehäusemacher-Punzzeichen "PBT" (Pierre- Benjamin Tavernier). Ziffbl.: Goldplatine mit kleinem, dezentralem, guillochiertem Zifferblatt mit radialen röm. Zahlen, signiert: "Breguet 2378", gebläute Breguet-Zeiger. Werk: kleines "Souscription" Kaliber, Schlüsselaufzug, Rubin-Zylinderhemmung, dreiarmige Goldringunruh, Stoßsicherung-"Parachute".

"Montre Médaillon à Tact"
Breguet war der erste Uhrmacher, der eine solche Uhr herstellte - er verkaufte die erste ihrer Art zu Anfang des Jahres 1799 an Madame Betancourt, die Frau seines besten Freundes. Er stellte weitere Uhren in verschiedenen Ausführungen her, einige hatten recht große Tastanzeigen (wie die vorliegende Uhr), andere nur kleine. Der Preis für die Uhren, die Breguet für die wohlhabensten seiner Kunden herstellte, lag zwischen 1.500 und 3.000 Francs. Im frühen 19. Jahrhundert war dies eine geradezu gewaltige Summe Geldes - trotzdem waren die Uhren heiß begehrt. Einer der Gründe für ihre Popularität war die Tatsache, dass es zur dieser Zeit als unschicklich galt, in der Öffentlichkeit auf die Uhr zu sehen; diese kostspieligen Uhren machten es möglich, die Zeit abzulesen, ohne die Uhr aus der Tasche nehmen zu müssen. Außer Breguet stellten nur noch wenige andere diese Art Uhr her; Le Roy Horloger de S.A.I et R. Madame à Paris war einer davon. Le Roy schuf einige dieser Uhren, die aufwendigste davon für den Prinzen von Hessen - sie besaß diamantene Tastanzeigen.

Madame Savari (Mädchenname Félicité de Faudoas-Barbazan) , eine entfernte Verwandte von Joséphine de Beauharnais, heiratete 1802 René Savary, späterer Herzog von Rovigo, ein Gefolgsmann von Napoleon Bonaparte.
Savary begann seine militärische Laufbahn als einfacher Adjutant. Unter Napoleon stieg er schnell vom Flügeladjutanten zum Befehlshaber der Elite-Gendarmie auf, die für den Schutz des Ersten Konsuls verantwortlich war (1801). Aufgenommen in den engen Freundeskreis Napoleons, lernte er auf einem Fest auf Josephines Landsitz Malmaison die 17jährige Félicité de Faudoas-Barbazan kennen, eine entfernte Verwandte von Joséphine de Beauharnais und Klassenkameradin ihrer Tochter Hortense. Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor.
Quellen: https://fr.wikipedia.org/‌wiki/Anne_Jean_Marie_Ren​é_Savary, Stand 21.09.2015 und http://shannonselin.com/‌2015/03/rene-savary-duke-of-rovigo/, Stand 21.09.2015
#41071
Geh.: sehr gut, kleine Restaurierungen, Perlen fehlen
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig, Reinigung empfohlen


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