Textsuche:
Nr.:
Marke:
56
Katalog Nr. 56
Schätzpreis  42.000 - 60.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Joseph Thaddäus Winnerl, Nr. 237, Höhe 1460 mm

, circa 1850

Außergewöhnliche, museale Präzisions-Sekundenpendeluhr mit 45 Tagen Gangdauer und einer gestürzten Pendelankerhemmung nach Winnerl


Geh.: Mahagoni, abnehmbar, mit zwei verglasten Ausschnitten für Zifferblatt und Pendel. Ziffbl.: versilbert, signiert, nummeriert, radiale röm. Zahlen, kleine Sekunde, gebläute Breguet-Zeiger. Werk: rundes Messing-Platinenwerk, lackiert, konische Werkspfeiler, Gewichtsantrieb, Winnerlsche gestürzte Pendelankerhemmung mit Saphirpaletten, schweres Holzstabpendel mit Messinglinse, Justiervorrichtung.

Joseph Thaddäus Winnerl wurde am 25. Januar 1799 in Mureck/Steiermark geboren. Er absolvierte eine Lehre bei Georg Fidel Schmidt in Graz, wo er 1816 freigesprochen wurde. Ab 1823 arbeitete Winnerl in Breslau und anschließend bei Kessels in Altona, bei Urban Jürgensen in Kopenhagen und ab 1829 in Paris, wo er u.a. bei Breguet et fils arbeitete. 1832 machte er sich in Paris selbständig und fertigte Marinechronometer, Präzisionstaschenuhren und Präzisionspendeluhren. Von 1835 bis um 1841 arbeitete Ferdinand Adolph Lange bei Winnerl. Seine Hauptstärke bestand im Bau der Marinechronometer, von denen er zahlreiche, vortrefflich gearbeitete Exemplare fertigte. Im Jahre 1844 veröffentlichte die Société d'encouragement in Text und Zeichnungen seine Pendeluhren und Sekundenzähler. Berühmt sind seine Arbeiten über den Isochronismus bei Pendel-Schwingungen, bedingt durch die Stärke der Aufhängefeder. Im Januar 1868 fertigte Winnerl die erste Pendeluhr mit elektrischem Kontakt an, welche in den Kellerräumen des Observatoriums Paris aufgestellt wurde und noch immer dort ist. Er verwendete zu diesem Zwecke die Hemmung von Thomas Reid, welche er so geschickt umänderte, dass sie am vollkommensten und besten den geforderten Ansprüchen genügte. Winnerl beschäftigte sich auch mit der Verbesserung der Ankerhemmung u.a. bei Großuhren. Für seine Arbeiten erhielt Winnerl zahlreiche Auszeichnungen. Im Jahre 1844 wurde Winnerl bereits zum Ritter der Ehrenlegion ernannt und 1855 zum Offizier. 1870 gab er seine Werkstatt auf und verkaufte diese an Uhrmacher Bernard Callier.
Mitarbeiter und Lehrlinge
Ferdinand Adolph Lange von 1835 bis 1840
Victor Gannery um 1838
Simon Vissière um 1840
Moritz Krille um 1845
Julien Hilaire Rodanet von 1826 bis 1837
Henri Robert Ekegrèn um 1850
Théodore-Marie Leroy
Quelle: https://watch-wiki.org/‌index.php?title=Winnerl
#41308
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut, oxidiert
Werk: sehr gut, gangfähig, Reinigung empfohlen


×
Einem Bekannten senden ...

An folgende Adresse senden: (*)

Meine Nachricht:
Meine E-Mailadresse (*)


×
Gebot abgeben

Mindestgebot: 42000 €

Ihr Höchstgebot (100 € - Schritte)



 Benachrichtigen Sie mich, wenn ich überboten werde.

Sie geben hiermit ein verbindliches Gebot für diese Position ab!




×
Gebot löschen

GebotLoeschen?
GebotsLoeschBedingungen