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428
Katalog Nr. 428
Schätzpreis  22.000 - 32.000 €
Dies ist eine Losnummer aus einer früheren Auktion!

Joseph-Léonard Roques à Paris / Werkstatt Francois Vion, Paris, Höhe 250 mm

, circa 1770

Äußerst seltene, bedeutende Louis XVI Bronze-Prunkpendule "Der grinsende Löwe" mit Halbstunden- / Stundenschlagwerk. Aufgrund einiger Details kann das Bronzegehäuse der Werkstatt Francois Vions zugeschrieben werden.


Geh.: vergoldeter und patinierter Bronzeguss, rechteckiger Sockel mit Mäanderfries und vier über Eck gestellten kannelierten Füßen und seitlich verlaufenden Lorbeergirlanden, Bodenplatte mit Rautenmuster, nach rechts gewandter, grinsender Löwe aus patinierter Bronze auf dessen Rücken sich eine Schabracke und darauf das trommelförmige Uhrengehäuse mit Vasenaufsatz befindet, kannelierte Lunette. Ziffbl.: Email, radiale röm. Stunden, signiert, feuervergoldete Louis XVI-Zeiger. Werk: rundes Messingpendulenwerk, 1 Hammer, 1 Glocke, Hakenhemmung, Schlossscheibe, Fadenaufhängung.

Die Ausführung entspricht bis auf den Sockelfries einer Entwurfszeichnung aus der Werkstätte Francois Vions und Pierre-Antoine Foullets, Paris um 1770. Von dem Modell sind einige Exemplare bekannt, die sich heute in Privatbesitz befinden. Eine Ausführung der Pendule Vions stand 1779 unter einem Glassturz im Kabinett zur Terrasse des Palais, Bourbon, das zum Appartement des Prinzen von Conde gehörte.
Die Löwenuhr kostete im Guß 123 Livres, für Vergoldung 66, eventuelle Brillanten um das Zifferblatt 79, insgesamt 268 Livres.
Quelle: Ottomeyer/Pröschel, "Vergoldete Bronzen", München 1986, Seite 192ff.

Joseph-Léonard Roques war ein Schüler von A. Magny und C.S. Passemant in Paris. Für Passemant fertigte er die "Globes mouvants", die dem französischen König 1759 vom Marquis de Marigny zum Geschenk gemacht wurden und die sich heute im Musée de l'Observatoire befinden. Roques schuf außerdem die berühmte "Pendule de la création du monde", die heute im Musée National de Versailles zu sehen ist. Er wurde als Hofuhrmacher berufen und durfte eine Wohnung im Louvre, im "Bâtiment de la Colonnade" beziehen. Er erhielt seine Meisterwürde nach dem Tod von C.S. Passemant und konnte fortan ungehindert seine selbständige Tätigkeit ausüben. Er zählte zu seinen Kunden unter anderem Mitglieder des französischen Königshauses wie der Comte de Provence und die Töchter von Ludwig XV.
Lit.: J.D. Augarde, Les ouvriers du temps, Genf 1996; S. 394-396 (biogr. Angaben). H.L. Tardy, Dictionnaire des horlogers français, Paris; S. 572
#41358
Geh.: sehr gut
Ziff.: sehr gut
Werk: sehr gut, gangfähig, Reinigung empfohlen


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